Paragon erweitert Vorstand

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Der Zulieferer Paragon hat den bisherigen Daimler-Manager Stefan Schwehr zum neuen Technikvorstand ernannt. Das Unternehmen will die Internationalisierung und das Wachstum vorantreiben.

Stefan Schwehr ist ab April Technik-Vorstand der Paragon AG.
Stefan Schwehr ist ab April Technik-Vorstand der Paragon AG.
(Foto: Paragon)

Die Paragon AG verbreitert ihre Führungsstruktur. Nach Angaben des Unternehmens, aus dem einst der Sportwagenbauer Artega hervorgegangen war, übernimmt Stefan Schwehr zum 1. April 2014 das Technikressort. Der 50-Jährige folge in dieser Funktion auf den Vorstandsvorsitzenden Klaus D. Frers, der bisher zugleich als Vorstand Technik fungiert hatte. Als Grund für die personelle Erweiterung gibt das Unternehmen die Wachstumsziele und eine „zunehmende Internationalisierung des Geschäfts“ an.

Schwehr kommt vom Autobauer Daimler, für den er rund 20 Jahre in der Vorentwicklung und Entwicklung von Elektronik-Komponenten tätig war. Zuletzt verantwortete der 50-Jährige die Vorentwicklung von Kfz-Anzeige- und Bediensystemen. Davor leitete er unterschiedliche Abteilungen, unter anderem für Instrumentierung und Mechatronik, und besetzt damit viele Themen, die auch für die Paragon AG von zentraler Bedeutung sind.

Artega GT: Kleinserie mit großem Anspruch

Klaus Frers konzentriert sich den Angaben zufolge fortan auf Geschäftsstrategie und -entwicklung, Produktion, Finanzen und Personal. Schwehr werde mit seinem Know-how und seinem Kontaktnetzwerk einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Paragon leisten, wird Frers in der Mitteilung zitiert. Damit seien die personellen Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen.

Ausgründung von Artega

Die Paragon AG mit Sitz in Delbrück wurde 1988 gegründet und ist ein Zulieferunternehmen der Automobilindustrie. Abnehmer sind unter anderem VW, Audi, Daimler und BMW. Bekannt wurde das Unternehmen insbesondere durch die im Jahr 2006 erfolgte Gründung des Sportwagenbauers Artega, dessen Geschäftsführer Paragon-Chef Klaus D. Frers in Personalunion einige Zeit lang war.

Die Marke Artega, die zwischenzeitlich einem mexikanischen Privatinvestor gehörte, entstand 2006 als Ausgründung aus der Paragon AG. Das erste eigenständig entwickelte Produkt war der Sportwagen Artega GT. Im Juni 2012 musst das Unternehmen Insolvenz anmelden.

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