Abgasuntersuchung Partikelzählung – abermals Verschiebung?

Von Steffen Dominsky 4 min Lesedauer

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Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat beim Verkehrs- und beim Wirtschaftsministerium Alarm geschlagen. In einem Schreiben beklagt der Verband die nach wie vor mangelhafte und schleppende Versorgung der AU-Untersuchungsstellen mit Partikelzählern und spricht von einer desolaten Situation.

In wenigen Tage soll die Partikelzählung starten. Doch die Versorgung mit entsprechenden Geräten ist im Kfz-Gewerbe nach wie vor mangelhaft.(Bild:  Dekra)
In wenigen Tage soll die Partikelzählung starten. Doch die Versorgung mit entsprechenden Geräten ist im Kfz-Gewerbe nach wie vor mangelhaft.
(Bild: Dekra)

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) thematisiert einmal mehr einen alten Missstand: Nur wenige Tage vor der mehrfach verschobenen Einführung der Partikelzählung im Rahmen der AU stehen gerade einmal 10 bis 30 Prozent aller AU-Werkstätten funktionierende und zugelassene Partikelzähler zur Verfügung. Deshalb ersucht der Zentralverband sowohl das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV), als auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) um ein dringendes Gespräch. Ziel ist, eine beschleunigte Lösung zu erreichen, damit endlich sämtliche für eine Zulassung beantragte Partikelzähler in den Verkehr kommen. Parallel dazu hat Bundesinnungsmeister Detlef Peter Grün den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) um Unterstützung gebeten.

Wie berichtet stehen dem Markt aktuell rund 17.000 Geräte zur Verfügung. Das große Aber: Allein 11.000 Geräte stehen bei den großen Prüforganisationen Dekra und TÜV, und nur jeweils 500 bei GTÜ und KÜS. Die restlichen 5.000 Partikelzähler verteilen sich auf 30.000 AU-berechtigte Kfz-Werkstätten – ein krasses Missverhältnis.