Abgasuntersuchung Was bei der Partikelzählung noch nicht rund läuft

Von Steffen Dominsky 4 min Lesedauer

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Am 1. Juli ist die Partikelzählung gestartet. Und wie nicht anders zu erwarten, gibt es Anfangsschwierigkeiten. So kämpft Bosch mit Softwareproblemen. Anbieter wie Capelec, Texa und WOW dagegen mit der Kalibrierung und Auslieferung ihrer Geräte, nachdem sie endlich zugelassen sind.

Am 1. Juli startete der neue AU-Leitfaden 6 und mit ihm die Partikelzählung. Doch trotz der langen Einführungszeit gibt es nach wie vor Probleme.(Bild:  Dominsky – VCG)
Am 1. Juli startete der neue AU-Leitfaden 6 und mit ihm die Partikelzählung. Doch trotz der langen Einführungszeit gibt es nach wie vor Probleme.
(Bild: Dominsky – VCG)

Blickt man auf bedeutende Ereignisse zurück, ist bekanntlich oft die Rede davon, dass ein neues Kapitel begonnen hat. Und auch zu Beginn dieses Monats wurde solch ein neues Kapitel aufgeschlagen. Seit dem 1. Juli müssen Euro-6/VI-Dieselfahrzeuge im Rahmen einer AU nun mittels Partikelzählung (auch „PN-Messung“; PN = Particle Number) gemessen werden. Das setzte selbstverständlich einen entsprechenden Partikelzähler voraus – doch noch immer warten zahlreiche Werkstätten auf ihr seit Monaten bestelltes Gerät.

Wie berichtet hatte der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) erst kürzlich einen Brandbrief sowohl an das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMVD), als auch an das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BWK) geschickt. Tenor des Schreibens: Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) lässt beantragte Baumusterprüfungen für Partikelzähler nicht schnell genug zu. Daraus folge: Zahlreiche Gerätehersteller und damit auch das Kfz-Gewerbe sind gegenüber den Überwachungsorganisationen benachteiligt.