Dank deutschlandweiter Kontakte kann der Betrieb seinen Kunden für verkaufte Zugmaschinen und Aufbauten sogar eigene Serviceverträge anbieten. Für einen reibungslosen Ablauf des Betriebsalltags sorgen bei den Passauern ausgeklügelte IT- und Kommunikationssysteme, von der Werkstattplanung über die Tablet-Annahme bis hin zu den praktischen Schlüsselkästen, über die Fahrer ihre fertigen Fahrzeuge 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche abholen können. Die IT-Systeme des Betriebes ermöglichen Service in einer neuen Dimension.
Für Kunden mit größeren Fuhrparks schafft Paul sogar eigene Schnittstellen, mit deren Hilfe Planung und Flottenmanagement automatisiert und optimiert werden können. Für mehr Datensicherheit und Unabhängigkeit hat sich das Unternehmen eigens eine Funkantenne auf den 30 Kilometer entfernten Sendeturm des Bayrischen Rundfunks auf dem Brotjacklriegel installieren lassen. „Mittels der Profirichtfunkanlage ist die Standortvernetzung gesichert, was auch immer passiert“, erklärt Andreas Luksch. Er ist im Passauer Servicecenter für IT und Kommunikation verantwortlich.
Reifenprüfung in Sekunden
Der neuste Clou der technischen Abteilung: die automatische Reifenprüfanlage. Einmal durchfahren, und die Anlage prüft innerhalb weniger Sekunden Profiltiefe und Druck. Was früher für Lkw-Fahrer viel Zeit in Anspruch nahm, erledigt die Anlage heute in wenigen Sekunden. Der Fahrer muss nicht einmal aussteigen. Eine Ampel zeigt, ob die Reifen in Ordnung sind oder ob Handlungsbedarf besteht. Über ein Terminal werden die Daten für die einzelnen Räder dargestellt und können bei Bedarf ausgedruckt werden.
Falls gewünscht, können die Ergebnisse der Prüfung dank Nummernschilderkennung sogar direkt an die Fuhrparkleitung des Kunden übertragen werden. „Manche Kunden schicken ihre Fahrer sogar einmal im Monat durch die Anlage“, erzählt Luksch. Auch wirtschaftlich ist die Anlage ein Erfolg. Seit 2013 ist das Prüfterminal in Betrieb. Zwei Jahre in Folge konnten die Passauer ihr Reifengeschäft seither verdoppeln.
10.000 Brummi-Begeisterte
Dass die Kunden immer wieder den Weg nach Passau finden, dafür sorgt bei Paul ein stimmiges Konzept aus Kundenbindungsmaßnahmen und Marketing; wenn man es so will, der Leuchtturm des Passauer Hafens. Mit Leuchtfeuern wie dem Trucker-Frühschoppen, für das im März 10.000 Brummi-Begeisterte nach Passau pilgerten, oder dem europäischen Trucker-Treffen 2013 schafft es Paul regelmäßig auch in überregionalen Medien. „Mit den Kunden in Kontakt zu bleiben, ist gerade im Nutzfahrzeugbereich wichtig. Nur so lassen sich die Bedürfnisse unserer Kunden erkennen und unsere Serviceleistungen für sie optimieren“, erklärt Erwin Gnadt, Leiter des Customer Relationship Management.
Über das eigene Callcenter suchen die Passauer regelmäßig den Kontakt zu ihren Kunden. Bei der telefonischen Kundenbetreuung hat jeder Kunde seinen eigenen Ansprechpartner. „Das sorgt für größere Nähe und persönliche Ansprache“, so Gnadt. Engagement, das sich offenbar auszahlt: 96 Prozent der Kunden bestätigten dem Betrieb im letzten Jahr einen ausgezeichneten Service. Damit blieben kaum noch Wünsche bei den Kunden offen. Mit viel Wind in den Segeln hat die Josef Paul GmbH mit ihrem Service-Center-Passau auch die Jury des Service Awards überzeugt und sich erfolgreich auf Platz 1 in der Kategorie Nutzfahrzeuge navigiert. Mit dem Sieg in der Tasche auf zu neuen Ufern: für die Passauer sicher kein Problem.
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