Personalführung: Mitarbeiter richtig eingliedern

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Für die Führungskraft ist es nicht unbedingt eine leichte Aufgabe, ein Rückkehrgespräch zu führen. Gerade am Anfang besteht oft eine große Unsicherheit, welche Fragen gestellt werden dürfen und wie das Gespräch am besten gegliedert wird. Auch der Umgang mit Mitarbeitern, die - aus welchem Grund auch immer - wenig auskunftsfreudig sind, will gelernt sein.

Wichtig ist aber zunächst, dass der Vorgesetzte ruhig und sachlich bleibt. Flapsige Sprüche oder ironische Ansagen wie „Na, auch mal wieder da“ sind unangebracht und sorgen beim Mitarbeiter für zusätzliche Unsicherheit. Auch Spekulationen oder negative Bewertungen gehören nicht in dieses Gespräch. Je häufiger Rückkehrgespräche geführt werden, desto normaler und selbstverständlicher werden sie und desto weniger Unsicherheiten bestehen auf beiden Seiten.

Ist ein Arbeitnehmer aufgrund länger andauernder schwerer Krankheit arbeitsunfähig, wird sein Gesundheitszustand und damit seine Arbeitsfähigkeit nicht von einem Tag auf den anderen plötzlich wiederhergestellt sein. Die Besserung kommt schrittweise und während dieser Zeit kann der Mitarbeiter bereits wieder in das Arbeitsleben einsteigen. Nach und nach können der Arbeitsumfang und die Arbeitszeit erhöht und der Erkrankte somit schonend an die komplette Arbeitsbelastung herangeführt werden. Durch den schrittweisen Wiedereinstieg werden Rückfälle und Ängste vor Überforderung vermieden.

Zuschüsse von der Krankenkasse

Außerdem werden Mitarbeiter durch diesen langsamen Einstieg seltener erneut krank und erbringen früher ihre im Arbeitsvertrag vereinbarten Leistungen. Da es sich bei der schrittweisen Wiedereingliederung um eine Maßnahme der medizinischen Rehabilitation handelt, übernimmt die Krankenkasse die Kosten dafür. Voraussetzung dafür ist, dass noch Krankengeldanspruch besteht, der Beschäftigte sowie der Arbeitgeber mit der Maßnahme einverstanden sind und der behandelnde Arzt gemeinsam mit dem Betrieb einen Wiedereingliederungsplan erstellt.

Dieser Plan muss von allen Beteiligten unterschrieben werden. Enthalten sind der Beginn und das voraussichtliche Ende der Maßnahme, Einzelheiten über die verschiedenen Stufen, ein Rücktrittsrecht vor dem vereinbarten Ende, die Gründe für einen Abbruch und das Ruhen von Bestimmungen des Arbeitsvertrages. Wie lange die Wiedereingliederung dauert, ist abhängig vom gesundheitlichen Zustand sowie von den Arbeitsanforderungen. Sie kann sechs Wochen bis sechs Monate dauern.

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