Peter van Binsbergen: „Guter Endspurt“

Autor Andreas Wehner

BMW kann beim Wachstum des deutschen Automarkts nicht mithalten. Deutschland-Vertriebschef Peter van Binsbergen rechnet jedoch mit anziehenden Verkäufen zum Jahresende. Auch für das kommende Jahr ist er dank neuer Modelle optimistisch.

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Peter van Binsbergen will mittelfristig zwei Prozent Rendite im Händlernetz erreichen.
Peter van Binsbergen will mittelfristig zwei Prozent Rendite im Händlernetz erreichen.
(Bild: Wehner)

Redaktion: Sie haben auf der IAA ein ganzes Modellfeuerwerk gezeigt. Das volumenmäßig wichtigste Modell darunter dürfte der neue X3 sein. Was versprechen Sie sich von dem Auto?

Peter van Binsbergen: Das Auto ist erwachsener geworden und passt super in die Familie unserer X-Modelle. Schon die Verkaufszahlen des Vorgängers weisen kaum Schwankungen auf. Das heißt, das Modell kam seit seiner Einführung durchgehend gut an und die Produktion war praktisch bis zum Schluss immer ausverkauft. Den Nachfolger produzieren wir nun in mehreren Werken, sodass wir flexibler reagieren und mehr Kunden bedienen können. Daher gehe ich von einem guten Wachstum im kommenden Jahr aus.

Die Studien des X7 und des 8ers weisen schon darauf hin: Gerade in der Oberklasse soll sich einiges tun bei BMW. Wie wichtig ist das – für Sie als Konzern, aber auch für die Händlerorganisation?

Diese Modelle sind sehr wichtig für unsere Marke. BMW ist eine Premiummarke und Luxus spielt für uns eine große Rolle. Für den Handel sind solche Modelle auch deshalb wichtig, weil die Käufer solcher Autos meist das sind, was wir Entscheider nennen. Sie sind Meinungsführer bei ihren Mitmenschen. Der Abstrahleffekt eines BMW 7er darf nicht unterschätzt werden. Unsere Luxus-Kunden haben für gewöhnlich mehrere Fahrzeuge und wollen vielleicht auch einmal das Konzept wechseln, zum Beispiel von Limousine zu SUV oder in ein sportliches Coupé. Das bekommen sie alles bei BMW.