Peugeot: Das Marken-Gesicht von morgen

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Viele Händler stehen diesen Plänen sehr positiv gegenüber, wie Klaus Stockhausen, Geschäftsführer der Senger GmbH, erklärt: „Durch die Produktneuheiten der vergangenen Monate und der bisher erkennbaren Marketingaktionen für den Anlauf 2010, bestehen echte Chancen, dem angekündigten rückläufigen Trend entgegenzuwirken.“

Hohe Zielvorgaben für 2010

Bauch verteilt aber nicht nur Zuckerbrote, sondern knallt auch mit der Peitsche: Die Zielvorgaben für den Neuwagenabsatz 2010 sind sehr hoch und sorgten schon teilweise für Murren in der Händlerschaft. Als Grundlage (Berechnungen liegen »kfz-betrieb« vor) dienen die Ist-Zulassungen aus den Jahren 2007 und 2008. Daraus hat Peugeot den Wert für 2010 berechnet.

Je nach Ausgangsposition und errechneten Potenzialen sehen sich einige Händler hierbei mit Steigerungen im zweistelligen Prozentbereich konfrontiert. Bauch sagt hierzu: „Generell ist meine Erfahrung: Es sind nicht hohe Ziele als solche, die ambitionierte Händler schrecken. Wichtig ist doch, dass die Ziele unter realen Marktbedingungen erreichbar sind.“ Wie auch dem VPPD-Präsidenten Gerhard Stach ist es Bauch wichtig, dass Hersteller und Händler über diese Vorgaben sprechen können.

Entspannes Verhältnis

Im Ganzen wirkt der Ton zwischen Importeur und Händlerverband bislang sehr entspannt. Vertreter des VPPD-Vorstands bezeichnen die Arbeit mit der PDG als „partnerschaftlich“ und Bauch sagt, er habe kein Interesse daran, die Händler durch unnötig hohe Investitionen zu belasten. Schließlich gehörten sie mit über zwei Prozent Umsatzrendite 2009 zu den ertragsstärksten des gesamten deutschen Marktes. 2008 lag diese Zahl noch bei 0,84 Prozent.

Nachholbedarf sieht Bauch nach dem Umweltprämienjahr im Gebrauchtwagengeschäft: „Wir werden 2010 auf diesem Markt jede Möglichkeit nutzen. Denn dieses Geschäft ist auch strategisch wichtig.“ Das Peugeot-Siegel „Qualitätsgebrauchtwagen“ setzt insbesondere auf die Vermarktung junger Gebrauchter. Alle Händler, die an diesem Programm teilnehmen, müssen sich jedoch jedes Jahr zertifizieren lassen.

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Schwerpunkt Flottengeschäft

Investiert hat Peugeot schon jetzt in das Firmenkundengeschäft. 2009 konnte der Importeur den Nfz-Marktanteil von 3,8 auf 4,5 Prozent steigern und hat auch für 2010 ehrgeizige Wachstumspläne. Intern hat er die Kapazitäten des Außendienstes in Deutschland personell gestärkt und im Handel 50 neue Mitarbeiter im Bereich Businesskundengeschäft eingestellt. Die bisherigen Nfz-Zentren möchte Peugeot zu Service- und Beratungszentren für das gesamte Spektrum des gewerblichen Geschäfts ausbauen.

Es sei das Gesamtpaket aus der neuen Corporate Identity, dem neuen Löwen, den neuen Modellen und dem neuen Auftritt im Handel, das Peugeot 2010 viel Aufmerksamkeit bringen werde. Diese möchte Bauch gemeinsam mit dem Handel dafür nutzen, um neue Kunden für Peugeot zu gewinnen. Der Geschäftsführer bringt es auf den Punkt: „Wir wollen wachsen – aber mit intelligenten Angeboten, und nicht über Rabattschlachten.“

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