Peugeot: Das Marken-Gesicht von morgen

Autor / Redakteur: Stephan Richter /

Ein höherer Marktanteil und 14 neue Modelle bis 2012: Der französische Autobauer Peugeot hat viel vor in den kommenden Jahren.

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Mit dem Concept-Car SR1 gibt die Löwenmarke einen Ausblick auf das Design zukünftiger Modelle von Peugeot.
Mit dem Concept-Car SR1 gibt die Löwenmarke einen Ausblick auf das Design zukünftiger Modelle von Peugeot.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Ruck, den Peugeot durch sein weltweites Händlernetz schickt, hat es in sich: Bis 2015 möchte der Importeur drei Plätze auf dem internationalen Parkett der Automobilhersteller gutmachen. Stellvertretend für den französischen Konzern liegt es am neuen Geschäftsführer der Peugeot Deutschland GmbH (PDG), Thomas Bauch, den hiesigen Händlern dieses Unterfangen so schmackhaft wie möglich zu machen.

Dass der neue Firmenslogan „Motion & Emotion“ dafür alleine nicht ausreicht, dürfte klar sein. Auch das aktuelle Logo und das überarbeitete Corporate Design des Importeurs löst bei den Händlern keine Begeisterungsstürme aus. Allerdings sind das ja auch nur die ersten Schritte bei dem Vorhaben, Peugeot in Deutschland ein neues Gesicht zu geben, wie Herrmann Bleker, Gesellschafter der Unternehmensgruppe Bleker, anmerkt: „Fast jeder Deutsche kennt die Marke Peugeot, kaum aber einer mehr als zwei unterschiedliche Fahrzeuge. Dies ist eine der größten Herausforderungen, denen sich Peugeot und damit Thomas Bauch stellen müssen.“

Erhebliche Vertriebsmittel für den Handel

Dafür nimmt PDG neben schönen Worten und neuer Optik auch viel Geld in die Hand. Dieter Weiland, Vorstandsmitglied vom Verband der Peugeot-Partner Deutschland (VPPD) sagt hierzu: „Thomas Bauch hat einen direkten Draht zu den Markenmanagern in Paris, und er hat für die deutschen Händler erhebliche Vertriebsmittel organisiert. Diese fließen 2010 in die Händlerförderung.“ Weiland spricht damit die Vermittlungsprämien für die über 60.000 Neukunden an, die seit der Umweltprämie zu Peugeot gewechselt sind. Kommt es aufgrund einer Empfehlung zu einem Kaufabschluss, erhält der Kunde eine Provision. Zudem offeriert Peugeot seinen Kunden neue Leasingangebote und unterstützt seine Händler finanziell bei der Restwertproblematik.

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Das sei laut Lars Jensen, Mitglied der Geschäftsleitung der Rosier Holding, auch nötig: „Mit dem aktuellen Produktportfolio müssen wir stärker kämpfen als in der Vergangenheit. Teilweise haben die Wettbewerber in den ehemaligen Hauptdomänen der Marke Peugeot spürbar jüngere Produkte etabliert. Peugeot hat diese Tendenz zwar erkannt, doch es braucht Zeit, um darauf entsprechend zu reagieren.“ Daher sei es eine große Aufgabe, die Handelslandschaft mit ausreichendem Atem für diesen Zeitraum durch Unterstützungsmaßnahmen zu versehen.

Bis 2012 möchte Peugeot in und außerhalb Europas 14 neue Modelle auf den Markt bringen. Den Auftakt bildet im Frühjahr 2010 das Sport-Coupé RCZ, im Oktober startet das Elektroauto iOn aus der Kooperation mit Mitsubishi und Anfang 2011 möchte der Importeur seinen Dieselhybrid des 3008 präsentieren. Zugleich hat das Unternehmen damit begonnen, ein Fahrzeug zu entwickeln, das dem Konzept des Elektroautos Peugeot BB1 sehr ähnlich ist.

In puncto internationaler Offensive bringt Peugeot mit dem 408 ein speziell auf den chinesischen Markt zugeschnittenes Modell heraus. Thomas Bauch erklärt: „Das sind nur fünf der vierzehn Neuheiten – es gibt also noch neun weitere Überraschungen.“

Auf das Design konzentrieren

Um sich vom Wettbewerb abzuheben, konzentriert sich Peugeot bei der Optik der neuen Modelle auf stark designorientierte Kunden. Der Autobauer hat sein Vorhaben unlängst mit der Roadster-Studie SR1 untermauert– ein Ausblick auf das Peugeot-Gesicht von morgen.

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