Peugeot-Händler: Äußerst angespannte Situation

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Marktanteil von mindestens 2,5 Prozent notwendig

Einige Händler hatten die Befürchtung, aufgrund der Turbulenzen ihre Ziele nicht zu erreichen. Ist Peugeot ihnen entgegengekommen?

Schwinn: Der Umgang mit den Monatszielen wird mittlerweile flexibler als in der Vergangenheit gehandhabt.

Aber die Ziele wurden nicht gesenkt?

Schwinn: Die eigentliche Zielerhöhung, die eintritt, wenn der Markt mehr als drei Prozent zulegt, hat Peugeot wieder zurückgenommen. Sie war bereits angesagt.

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Was erwarten Sie fürs zweite Halbjahr?

Schwinn: Der Juli ist bereits ein guter Hoffnungsschimmer. Die Marke muss zumindest mitgehen, wenn der Markt wächst. Im nächsten Jahr gehen wir von Anteilsgewinnen aus.

Marktanteilsgewinne sind schwer zu realisieren.

Schwinn: Viele Händler können bei einem Marktanteil von 1,8 Prozent auf Dauer nicht überleben. Die Situation ist äußerst angespannt. Wir brauchen mindestens einen Marktanteil von 2,5 Prozent.

Welche Modelle sollen in diesem Jahr dazu beitragen?

Detlef Algie: In erster Linie das Facelift des 208 und sein neuer Marketingauftritt. Wir sehen aber auch Potenziale beim 2008 und beim 308 SW; er hat seinen Verkaufshöhepunkt in Deutschland noch nicht erreicht.

Und im nächsten Jahr?

Algie: Setzen wir auf die dann neu kommenden Modelle. Das eröffnet uns hoffentlich Perspektiven in Segmenten, in denen wir noch Nachholbedarf haben.

Ab Mitte 2016 gelten auch die neuen Serviceverträge. Wie ist der Verhandlungsstand?

Schwinn: Es gibt noch zahlreiche Diskussionen. Wir haben erst in einzelnen Bereichen Lösungen gefunden, wie beispielsweise beim Peugeot-Serviceberater. In anderen Bereichen, wie bei der Einstufung der Gebiete, sind wir von einer für alle tragbaren Lösung noch weit entfernt.

Woran hakt es?

Schwinn: Es geht vor allem um die Einstufung als Metro- oder städtisches Gebiet. Hier sieht Peugeot die größten Potenziale; dies hat entsprechende, von uns in der derzeitigen Form nicht akzeptierte Konsequenzen für die personelle Ausstattung.

Ab Juni 2016 gelten die neuen Verträge, da ist nicht mehr viel Zeit.

Schwinn: Die Zeit drängt für Peugeot mehr als für uns. Wir müssen dennoch so schnell wie möglich fertig werden, denn die Betriebe müssen ja auch noch im Hinblick auf die Erfüllung der neuen Kriterien geprüft werden. Das geht nicht von heute auf morgen.

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