Peugeot-Händler: Äußerst angespannte Situation

Autor Christoph Baeuchle

International feiert Peugeot die Wende, in Deutschland besteht noch Nachholbedarf. Im Interview erläutern die Peugeot-Händler Albert Schwinn, Ulrich Bebion und Detlef Algie, woran es hakt.

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Schwierige Zeiten für die Peugeot-Partner und ihren Präsidenten Albert Schwinn. Mit Engagement und einem Schuss Humor versucht er, die Situation zu meistern.
Schwierige Zeiten für die Peugeot-Partner und ihren Präsidenten Albert Schwinn. Mit Engagement und einem Schuss Humor versucht er, die Situation zu meistern.
(Foto: Archiv)

Herr Bebion, wer ist Mario Galla?

Ulrich Bebion: Ein männliches Modell mit einer Beinprothese.

Als Händler müssen Sie das Werbegesicht von Peugeot natürlich kennen. Vielen Autofahrern dürfte er allerdings eher unbekannt sein.

Bebion: Ich hatte bereits zuvor Berichte über ihn gesehen. Aber er ist wohl eher der weiblichen Kundschaft ein Begriff. Sie ist ja auch Zielgruppe des Peugeot 208.

Der Peugeot-Partnerverband hatte im Rahmen einer „Lex Deutschland“ einen neuen Marketingauftritt gefordert. Entspricht dies ihren Vorstellungen?

Bebion: Der Kern unserer Forderung – ein spezifischer Auftritt für den deutschen Markt – ist erfüllt: erstmals mit der Einführung des 308 GT und nun mit dem Facelift 208. Wir haben zudem einen intensiveren Marketingauftritt gefordert. Auch dies setzt Peugeot um: Peugeot Deutschland erhält ab September weitere Marketingmittel und kehrt dann mit TV-Werbung ins Fernsehen zurück. Das halten wir vom Verband für äußerst wichtig.

Reicht das?

Bebion: Auf unsere Wünsche und Vorstellungen ist Peugeot eingegangen. Die Zusammenarbeit wird wieder intensiver, das lohnt sich. Wir wollen dazu unseren Beitrag leisten.

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Hat sich bei den Vertriebsmitteln etwas geändert?

Bebion: Wir sind auf dem richtigen Weg, aber nicht ganz zufrieden. Es könnte immer besser sein. Immerhin können wir bei den Volumenmodellen nun marktgerechte Angebote machen.

Läuft die Kommunikation zwischen Hersteller und Händler wieder besser?

Albert Schwinn: Auf jeden Fall. Im Rahmen der IAA treffen wir uns mit Amaury de Bourmont, der für den Peugeot-Vertrieb in Europa verantwortlich ist, und Peugeot-Markenchef Maxime Picat, um gemeinsam die Zukunft und die Chancen auf dem deutschen Markt zu analysieren.

Mario Galla begleitet als Testimonial die Einführung des überarbeiteten Peugeot 208. Was versprechen Sie sich vom 208?

Schwinn: Im vergangenen Jahr fehlten aufgrund der schlechten Finanzlage des Konzerns die Vertriebsmittel. Nun hoffen wir natürlich, dass der TV-Auftritt für mehr Aufmerksamkeit sorgt und wir mit dem überarbeiteten 208 Volumen machen.

Das war im ersten Halbjahr nicht der Fall: Bei einem Marktwachstum von 5,2 Prozent ging der Peugeot-Absatz um 1,6 Prozent zurück.

Schwinn: Die erste Jahreshälfte war weniger gut. Sie war geprägt durch den Managementwechsel und die Neustrukturierung bei PSA Deutschland. Da ist es ein gutes Zeichen, dass wir die Stückzahlen quasi halten konnten.

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