Familienunternehmen im Autohandel Behaupten statt aufgeben

Von Julia Mauritz , Silvia Lulei und Andreas Grimm 8 min Lesedauer

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Kleine und mittelgroße Autohäuser stehen unter Druck: Große Handelsgruppen wachsen, ausländische Investoren kaufen zu. Doch es gibt Wege, wie Familienbetriebe eigenständig und erfolgreich bleiben können – vier Beispiele zeigen, wie.

Familienunternehmen mit Zukunft: Der Motorheimat-Standort in Oberbayern steht exemplarisch für einen Weg, den immer mehr inhabergeführte Autohäuser gehen.(Bild:  Motorheimat)
Familienunternehmen mit Zukunft: Der Motorheimat-Standort in Oberbayern steht exemplarisch für einen Weg, den immer mehr inhabergeführte Autohäuser gehen.
(Bild: Motorheimat)

Auf dem deutschen Automobilmarkt läuft eine stille Revolution – nicht laut, nicht auf einen Schlag, aber mit einer Konsequenz, die immer spürbarer wird. Familienbetriebe, die seit Jahrzehnten das Rückgrat des Kfz-Gewerbes bilden, geraten unter Druck. Große Automobilhandelsgruppen wachsen, kaufen zu und expandieren. Und seit einigen Jahren kommen auch ausländische Investoren ins Spiel – europäische Gruppen, die auf ihren Heimatmärkten längst alles abgesteckt haben und nun im fragmentierten deutschen Markt neue Wachstumspotenziale entdecken.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Top-100-Händlergruppen in Deutschland erzielten 2024 einen Neuwagenabsatz von 865.622 Fahrzeugen – ein Plus von knapp fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ihr Marktanteil am Neuwagengeschäft stieg auf 30,7 Prozent. Während die großen Gruppen wachsen, schrumpft die Zahl der Eigentümer kleiner und mittelgroßer Betriebe. Das Institut für Automobilwirtschaft (IfA) prognostiziert, dass die Zahl der Autohausunternehmen bis 2030 von aktuell rund 6.800 auf etwa 3.900 sinken könnte – ein Rückgang von fast 40 Prozent.