Kfzteile 24 Der Online-Händler rüstet auf

Von Jakob Schreiner 4 min Lesedauer

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Mehr Außendienst, mehr Fahrer, mehr Lagerkapazitäten – Kfzteile 24 baut seinen B2B-Service „Businessplus“ konsequent aus und beliefert schon heute in sieben Bundesländern täglich Kfz-Betriebe. CEO Markus Winter spricht von Partnerschaft mit dem Großhandel. Doch 50 Prozent Wachstum kosten Marktanteile – irgendwo.

In Berlin unterhält Kfzteile 24 auch drei eigene Filialen – samt eigenen Kfz-Werkstätten.(Bild:  Kfzteile 24)
In Berlin unterhält Kfzteile 24 auch drei eigene Filialen – samt eigenen Kfz-Werkstätten.
(Bild: Kfzteile 24)

Mehr als 50 Prozent Umsatzwachstum mit Gewerbekunden – das ist die Kernbotschaft, mit der Kfzteile 24 Anfang Februar 2026 an die Öffentlichkeit ging. Der B2B-Service „Businessplus“, seit etwa 2019 am Markt, soll 2025 deutlich zugelegt haben. Es ist das B2B-Programm des Online-Teilehändlers für Kfz-Betriebe, das unter anderem die tagesaktuelle Belieferung mit einer eigenen Flotte und eine Beratung durch Kfz-Experten bietet. „Das stabile Wachstum von mehr als 50 Prozent bei Businessplus ist für uns eine klare Bestätigung, dass unser Modell funktioniert“, sagt Markus Winter, CEO von Kfzteile 24. Konkrete Umsatz- und Kundenzahlen nennt er dabei aber nicht. Das Wachstum komme „von zwei Seiten“: neue Kunden und höhere Bestellvolumina bei Bestandskunden. Der B2B-Anteil am Gesamtumsatz sei „weiter gestiegen“ – bereits 2022 lag er bei über 50 Prozent. Eine aktualisierte Quote gibt es nicht. Als Wachstumstreiber nennt Winter einen ausgebauten Außendienst, neue Lieferregionen und die bessere Lieferperformance. Besonders hebt er eine Kundengruppe hervor: „Größere Betriebe mit mehreren Standorten und strukturierten Reparaturprozessen. Die sind anspruchsvoll – aber genau das treibt uns auch voran.“

Damit hat sich die Ausrichtung etwas verschoben. 2022 sprach Winter noch von „kleineren Werkstätten und autonahen Dienstleistern, die bislang vom Serviceangebot des Großhandels gar nicht profitieren konnten“. Die Kernzielgruppe sei „damit nicht zentral für den Großhandel“, den er damals „eher als Partner“ bezeichnete, da man auch Sortiment über ihn beziehe. Heute sagt er über die Zielgruppe: „Das Wort ‚kleinere‘ können wir mittlerweile weglassen. Auch größere Betriebe mit etablierter Großhandelsanbindung kommen zu uns – und bleiben.“