Peugeot nimmt klare Haltung ein
Peugeot hat erstmals einen Markenauftritt, der für den deutschen Markt konzipiert wurde. Frédéric Renard, Marketing-Leiter von Peugeot Deutschland, erläutert die damit verbundenen Ziele.

Redaktion: Herr Renard, der neue Peugeot-Slogan heißt „Impress yourself“. Was beeindruckt die Kunden denn nun mehr: der Mut ihrer Entscheidung oder die Modelle?
Frédéric Renard: Es geht nicht darum, dass wir den Kunden beeindrucken. Der Kunde soll sich selbst beeindrucken. Er weiß, was er an einem Peugeot hat und muss das nicht groß nach außen tragen. Er kauft einen Peugeot deshalb nur für sich und nicht, um seinen Nachbarn zu imponieren.
Peugeot als Inbegriff des französischen Automobils macht erstmals einen deutschen Werbeauftritt. Warum haben Sie einen englischen Slogan gewählt?
Das Entscheidende an der neuen Markenbotschaft ist, dass sie eine Haltung transportiert. Es war uns wichtig, dass sie kurz und knackig ist und modern rüberkommt. Peugeot ist 100 Prozent Frankreich, das müssen wir den Kunden nicht mehr vermitteln. Außerdem ist Peugeot eine international erfolgreiche Marke. Auch das kommt im englischen Motto zum Ausdruck.
Inwiefern ist der neue Auftritt also speziell auf den deutschen Markt abgestimmt?
Unser Ziel war es nicht, einen deutschen Auftritt zu schaffen, sondern der Marke in Deutschland eine klare Haltung zu geben, die optimal zu Peugeot passt. Damit schaffen wir es, uns eindeutig zu positionieren und uns stärker von der Konkurrenz zu differenzieren.
Wenn Sie künftig stärker auf den Kulturbereich setzen, was ist noch zu erwarten?
Wir haben bereits seit März eine Kooperation mit der „Mehr! Entertainment“-Gruppe geschlossen. Wir nutzen künftig „Mehr-Theater“, die Stücke wie Starlight Express inszenieren, für die Präsentation unserer Modelle und Kommunikationsmaßnahmen.
Welche Rollen spielen dabei die Händler?
Der Kooperationspartner betreibt in sieben großen deutschen Städten Theater. Hier binden wir die Händler vor Ort ein, bieten Karten und Merchandising-Produkte und spielen ihnen Leads zu.
Findet die neue Ausrichtung auf den Kulturbereich auch bei den Händlern statt?
Bislang haben wir sie nicht bis zu unseren Partnern heruntergebrochen. Aber es ist durchaus ein Ansatz, an den wir denken. Das Konzept ist nicht abgeschlossen, es entwickelt sich.
Sponsert der Händler vor Ort künftig also die Lesung in der Buchhandlung statt den lokalen Fußballverein?
Der lokale Fußballclub ist und bleibt wichtig. Aber vielleicht gibt es ja auch noch eine zusätzliche Alternative. Es kann durchaus sinnvoll sein, mit dem Programmkino vor Ort zu kooperieren. Aber diese Entscheidungen trifft der Händler. Wir setzen lediglich einen flexiblen Rahmen. Als nächsten Schritt prüfen wir, was wir unseren Partnern anbieten können und welche Möglichkeiten wir lokal entwickeln können.
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