Pirelli Sottozero II: Winterreifen für Sportwagen

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Der Markt für Winterreifen der Geschwindigkeitsklassen V (bis 240 km/ h) und W (bis 270 km/h) wächst stetig. Pirelli hat speziell für dieses Segment sein Modell Sottozero weiterentwickelt.

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Der Markt für Winterreifen der Geschwindigkeitsklassen V (bis 240 km/ h) und W (bis 270 km/h) wächst stetig. Pirelli hat speziell für dieses Segment sein Modell Sottozero weiterentwickelt. Den Sottozero II von Pirelli gibt es in zwei Versionen mit kleinen technischen Unterschieden: die extreme Variante der Klasse W und eine gemäßigte Variante für die Klassen H und V.

Er hat in beiden angebotenen Geschwindigkeitsvarianten viele technische Merkmale gemein: So verzichtet Pirelli bereits heute auf die ab 2010 in der Reifenherstellung verbotenen aromatischen Öle. Der innere Aufbau des Sottozero II ähnelt dem des erfolgreichen Hochleistungssommerreifens P Zero.

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Das Profil soll laut Pirelli die Straßenoberfläche „erkennen und sich an sie anpassen“. Verantwortlich dafür sind bewegliche Lamellen, die wie Bauklötzchen angeordnet sind und sich an die unterschiedlichen Straßenbeläge anklammern sollen.

Mit allen Phänomenen des winterlichen Fahrens zurechtkommen

Ohnehin war für die Pirelli-Techniker die Fähigkeit des Reifens, mit allen Phänomenen des winterlichen Fahrens zurechtzukommen, der Schwerpunkt der Entwicklung. Denn reine Schneepneus reichen unter den heutigen und zukünftigen Klimabedingungen nicht mehr aus. Moderne Winterreifen müssen Alleskönner sein und auf Schnee, Matsch, bei Starkregen oder auf kalter, aber trockener Fahrbahn sicher fahren.

Beide Sottozero-Typen besitzen ein asymmetrisches Profil. Das Spitzenmodell W270 nutzt sogar zwei unterschiedliche Gummimischungen. Auf der fahrzeuginneren Hälfte der Lauffläche ist die Mischung härter und soll vor allem für hohe Fahrstabilität und gute Traktion auf trockenen und nassen Straßen sorgen. Die außenliegende Profilhälfte mit dem blockartigen Design besteht aus einer weicheren Gummimischung.

Zwei Konzepte, um unterschiedliche Temperaturen zu meistern

Um für die unterschiedlichen Temperaturen gerüstet zu sein, denen ein Winterreifen ausgesetzt ist, verwendet Pirelli gleich zwei Konzepte: Die 0-Grad-Polyamidfaser bewirkt, dass der Reifen auf Temperaturschwankungen der Luft und des Asphalts unempfindlich reagiert und damit bei allen Wetterbedingungen seine Leistung bringt. Die TDC-Technologie (Temperature Dynamic Compound) vereinigt die Materialeigenschaften von Gummi für nasse und vereiste Straßen.

Der neue Sottozero II ist bereits bei Porsche, Maserati, Lamborghini, Ferrari, Bentley, Aston Martin, BMW und Alfa Romeo zugelassen. Er steht in 36 Dimensionen von 205/55 R 16 bis 295/30 R 20 zur Verfügung und ist ab sofort im Handel erhältlich.

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