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Interessant wird die Neuakquisition für PV Automotive nach eigenen Angaben vielmehr durch die Erweiterung des Systemangebot für Werkstattbetriebe, die dem Teilegroßhändler helfe, Marktanteile im Handel mit Fahrzeugteilen zu sichern. Der Kauf ergänzt zudem das bestehende PV-Markenportfolio mit den beiden Werkstattsystemen sowie dem Online-Suchportal meinewerkstatt.de.
Deutlich ausgebaut werden sollen die Leistungen in den Pit-Stop-Betrieben. Die derzeitige Fokussierung auf Auspuff, Bremsen und Schnellserviceangebote sei angesichts der sinkenden Umsätze mit diesen Komponenten nicht mehr zeitgemäß, verdeutlichte Rahmede. Vielmehr sollen die Betriebe künftig alle Reparaturen rund ums Auto anbieten können. „Service und Reparatur haben sich in den vergangenen Jahren zu komplexen Dienstleistungen entwickelt, die in erster Linie lokal erbracht werden müssen, angepasst an die individuellen Bedürfnisse der Kunden vor Ort“, so der PV-Automotive-Geschäftsführer.
Zusammenschluss von Umsatzschwergewichten
Unternehmensangaben zufolge erwirtschaftete Pit-Stop mit seinen bundesweit 400 Filialen im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 120 Millionen Euro. Der neue Eigentümer PV Automotive ist derzeit an bundesweit 90 Standorten vertreten und verbuchte 2009 einen Jahresumsatz von rund 350 Millionen Euro.
Zufrieden mit dem Verkauf zeigte sich auch der bisherige Eigentümer und Investor BluO. „Mit seiner langjährigen Erfahrung im freien Werkstattgeschäft ist PV Automotive der richtige Partner, um Pit-Stop in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“, sagte bluO-Gesellschafter Peter Löw laut einer Pressemitteilung. Der Münchner Finanzinvestor hatte die Werkstattkette erst im Mai 2009 von der britischen Kwik-Fit Gruppe zu 100 Prozent übernommen.
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