Neuwagenpreise Pkw-Käufer kämpfen mit doppelter Inflationsrate

Von sp-x 2 min Lesedauer

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Wer heute noch einen Neuwagen kauft, muss stark sein. Die Preise haben sich in den letzten zehn Jahren im Schnitt um gut 50 Prozent erhöht. Ausstattungsextras sind noch teurer geworden. Dafür gibt (gute) Gründe.

Neuwagen sind in den letzten Jahren erheblich teurer geworden. Die Entwicklung hat vielerlei Gründe.(Bild:  Grimm – VCG)
Neuwagen sind in den letzten Jahren erheblich teurer geworden. Die Entwicklung hat vielerlei Gründe.
(Bild: Grimm – VCG)

Die Listenpreise für Neuwagen steigen – nicht nur in der Wahrnehmung der Kunden. Einer Untersuchung der Beratungsagentur Jato zufolge sind die Kosten für neue Pkw in Deutschland zwischen 2015 und 2024 um durchschnittlich 56 Prozent gestiegen. Der Wert der ab Werk vorhandenen Extras habe sogar um 74 Prozent zugelegt. Das Statistische Bundesamt weist für diesen Zeitraum eine Teuerung um 24,4 Prozentpunkte aus.

Konkret mussten Neuwagenkäufer im Jahr 2024 rund 47.500 Euro in ein neues Auto investieren, 17.000 Euro mehr als zehn Jahre zuvor. Ursachen sind laut Jato neben der normalen Inflation der Wechsel hin zur E-Mobilität sowie schärfere Umweltauflagen für Verbrenner-Motoren. Gleichzeitig wurden neue Ausstattungsmerkmale in Autos eingeführt, die Sicherheitsstandards angehoben, und Designelemente wie Innenraumbeleuchtung und Kunstleder setzten sich mehr und mehr durch.

Der Wert der Ausstattung an Bord ist folglich im untersuchten Zeitraum von rund 9.000 auf 16.000 Euro gestiegen. Die Relation zwischen Preis und Wert sei dabei über die Jahre relativ konstant geblieben, heißt es von Jato: Die Extras machen rund ein Drittel des Fahrzeugpreises aus. Insgesamt seien die Autos heute viel umfangreicher ausgestattet als vor zehn Jahren, gleichzeitig sei das Ausstattungsniveau auf dem deutschen Markt deutlich stärker gestiegen als der Preis.

Entwicklung auf dem E-Markt könnte nun dämpfen

Der Preisschub durch die Elektromobilität könnte zugleich vorüber sein, denn der preisliche Abstand zwischen E-Autos und Verbrennern schrumpft. Im Mai hat er laut den Berechnungen des Centers Automotive Research in Bochum mit 3.655 Euro beziehungsweise 11 Prozent den bisher niedrigsten Wert seit dem Umweltbonus-Jahr 2020 erreicht. In die Erhebung flossen die tatsächlichen Transaktionspreise der jeweils 20 beliebtesten Modelle ein – also die Listenpreise minus Rabatte.

Letztere lagen bei Verbrennern mit durchschnittlich 17,6 Prozent im Mai nur noch minimal höher als bei E-Autos (17,4 Prozent). Noch Anfang des Jahres bestand ein Abstand von 4 Prozentpunkten. Seitdem ist das Rabattniveau bei E-Autos stark gestiegen.

Darüber hinaus hat die Veränderung der Verkaufs-Hitliste einen Einfluss auf die CAR-Rechnung. So ist das teure Model 3 von Tesla aus den 20-Spitzenrängen gefallen, stattdessen findet sich dort nun der günstigere Kleinwagen Renault 5.

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