Platooning: MAN und DB Schenker starten Tests im Praxisbetrieb

Vernetzte Lkws im Logistikeinsatz im Test

| Autor: Holger Schweitzer

Ab April wollen MAN und DB Schenker mit den ersten Test-Platoons im Logistikbetrieb beginnen.
Ab April wollen MAN und DB Schenker mit den ersten Test-Platoons im Logistikbetrieb beginnen. (Bild: MAN)

Um Platooning unter realen Bedingungen im Logistikbetrieb testen zu können, hat MAN Truck & Bus die ersten Testfahrzeuge an DB Schenker übergeben. Ziel des gemeinschaftlich von MAN, DB Schenker und der Hochschule Fresenius durchgeführten Projektes ist es, vernetzte Lkws erstmals in der Logistikpraxis zu testen. Bei Platooning sind in Kolonne fahrende Lkw untereinander elektronisch mittels Car-to-Car-Kommunikation vernetzt und können so in geringem Abstand hintereinander bleiben. Der so genutzte Windschatteneffekt soll den Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge reduzieren.

Die Tests sollen ab April über mehrere Monate mit Lkw-Kolonnen im Regelbetrieb von DB Schenker laufen. Als Teststrecke dient die A9 zwischen München und Nürnberg.

Testfahrten unter realen Bedingungen

Für die Platooning-Fahrten des Forschungsprojektes sollen erstmals keine Testfahrer, sondern Berufskraftfahrer von DB Schenker am Steuer sitzen. Geplant ist, die Lkws anfangs noch ohne Ladung auf die Straße zu schicken. In diesem ersten Schritt sollen die Fahrbedingungen im alltäglichen Verkehrsfluss untersucht und die am Projekt beteiligten Fahrer geschult werden. Die Hochschule Fresenius wird die Fahrer begleiten und ihre Erfahrungen dokumentieren. Die Wissenschaftler wollen so herausfinden, welche Auswirkungen die neue Technologie auf die Fahrer hat.

Nach Abschluss der intensiven Schulungsphase sollen die Fahrten zunächst wöchentlich und anschließend täglich stattfinden. Im Laufe des Jahres sollen daraus Linienfahrten mit realen Ladungen werden. Schließlich ist geplant, die Platoons bis zu dreimal täglich zwischen den DB-Schenker-Logistikzentren in München und Nürnberg einzusetzen.

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