PLW: Zwei neue Deutsche Meister
Bei den Kfz-Mechatronikern und den Automobilkaufleuten gibt es jeweils einen neuen deutschen Meister. Sie setzten sich mit guten Leistungen beim Bundesfinale 2016 des praktischen Leistungswettbewerbs durch.
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Wenn im November in einer Werkstatt besonders viele Autos und Aggregate mit teilweise tückischen Mängeln stehen, ist nicht das Herbstwetter schuld. Vielmehr läuft das Bundesfinale des Praktischen Leistungswettbewerbs „Profis leisten was“ (PLW). In diesem Wettbewerb ermittelt das Deutsche Kfz-Gewerbe in jedem Jahr den Deutschen Meister der Kfz-Mechatroniker und in diesem Jahr zum dritten Mal auch den Deutschen Meister der Automobilkaufleute.
Bei den Kfz-Mechatronikern konnte sich Timo Ristau aus Brandenburg durchsetzen, bei den Automobilkaufleuten Alexander Hanstein aus Hessen. Beide Wettbewerbe fanden in den hervorragend vorbereiteten Räumen der Gewerbe-Akademie der Handwerkskammer Freiburg statt.
Bei den Kfz-Mechatronikern traten Landessieger aus 14 Bundesländern gegeneinander an. Sie mussten an insgesamt 13 Stationen Aufgaben aus der Kfz-Elektrik und Elektronik sowie aus der Mechanik lösen. Bei den meisten dieser Aufgaben hatten sie lediglich 25 Minuten Zeit, sich einzuarbeiten und dem Fehler auf die Spur zu kommen. Eine sogenannte Komplexaufgabe war darüber hinaus gleich mit vier Fehlern gespickt. An dieser Station betrug die Arbeitszeit deshalb auch eine Stunde und 40 Minuten.
Die Komplexaufgabe soll die Teilnehmer auf internationale Wettbewerbe wie die World- und Euroskills vorbereiten. Denn die bestplatzierten Kfz-Mechatroniker beim PLW-Finale haben die Chance – wenn sie jung genug sind – in eine Wettkampfkarriere bei Europa- und Weltmeisterschaften zu starten. Aus diesem Grund mussten die jungen Fachkräfte an einer Station auch englisch reden, was den meisten durchaus gut gelang.
Wichtige Systemkompetenz
Im Wesentlichen brauchten die Landesmeister Diagnose- und Systemkompetenz, um bei den vielfältigen Aufgaben zu punkten. Das erledigte Timo Ristau aus Brandenburg am besten. Auf Platz zwei landete Johannes Waffler aus Bayern, Platz drei belegte Daniel Oesterreich aus Mecklenburg-Vorpommern.
Der 25-jährige Ristau hat nach eigener Aussage eine sehr gute Ausbildung beim AS Autoservice Skrandis absolviert und diese als Jahrgangsbester abgeschlossen. Insbesondere die Fehlersuche in elektronischen Systemen begeistert den Brandenburger, doch auch bei den mechanischen Arbeiten sammelte er Punkte. Hier zahlt sich seine Zusatzqualifikation für die „Old- und Youngtimertechnik“ aus. Derzeit absolviert er seine Meisterausbildung und will danach wieder in einen Kfz-Betrieb zurückkehren. Mit dem Bundessieg im Lebenslauf dürfte das kein Problem sein.
Da der zweitplatzierte Johannes Waffler erst 20 Jahre alt ist, hat er aufgrund der festgelegten Altersgrenze von 25 Jahren die Chance auf eine Fahrkarte zum europäischen Berufswettbewerb Euroskills 2019 in Budapest.
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