Weltpremiere Polestar 5 – Die Zukunftsvision ist in Serie gegangen

Von Julia Mauritz 3 min Lesedauer

Die schwedische Elektromarke hat auf der IAA ihr neues Spitzenmodell enthüllt. Der aufsehenerregende Grand Tourer baut auf dem Konzeptauto Precept auf und punktet neben seinem leistungsstarken Antrieb auch mit 670 km Reichweite und 800-V-Technik.

Der Polestar 5 wurde auf der IAA im Rahmen eines Abend-Events erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.(Bild:  Polestar)
Der Polestar 5 wurde auf der IAA im Rahmen eines Abend-Events erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
(Bild: Polestar)

Mit rund 500 geladenen Gästen und im Beisein des neuen Markenbotschafters, dem Schauspieler Matthias Schweighöfer, hat die schwedische Elektroautomarke Polestar auf der IAA erstmals den Polestar 5 der Öffentlichkeit gezeigt. Beim viertürigen, fünf Meter langen Performance-Grand-Tourer, mit dem Polestar sein Modellportfolio nach oben abrundet, handelt es sich um die Serienversion des Konzeptfahrzeugs Precept. Das hatte vor fünf Jahren bei seiner Präsentation als Zukunftsvision in Sachen Design, Technologie und Nachhaltigkeit, für viel Aufmerksamkeit gesorgt.

Bestellbar ist der leistungsstarke Polestar 5 ab sofort. Zum Marktstart ist das GT-Modell dabei ausschließlich als Dual Motor-Variante erhältlich. Der Einstiegspreis liegt bei 119.900 Euro. Wem die 550 kW/748 PS und 812 Nm Drehmoment nicht ausreichen, kann die Performance-Variante wählen: Die bringt 650 kW/885 PS und 1.015 Nm Drehmoment auf die Straße und braucht gerade einmal 3,2 Sekunden, um vom Stand aus auf 100 km/h zu beschleunigen. Abgeregelt sind beide Versionen bei 250 km/h.

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Michael Lohscheller, CEO von Polestar, kam bei der Weltpremiere geradezu ins Schwärmen: „Mit seinem puristischen skandinavischen Design innen und außen, seiner einzigartigen Plattform, seinen leistungsstarken Motoren, seinem ausgeklügelten Fahrwerk, seiner Spitzentechnologie und seinen bewusst nachhaltigen Materialien ist der Polestar 5 ein Leitstern für die Branche und das perfekte Flaggschiff von Polestar.“

Inspirieren lassen haben sich die Polestar-5-Designer bei der Gestaltung des aerodynamischen, flügelähnlichen Profils mit einem gut zwei Meter langen und 1,25 Meter breiten Panoramadach nach eigenen Angaben von der Luftfahrt.

Die hintere Dachstruktur wurde, ähnlich wie beim Polestar 4, hinter die Köpfe der Fondpassagiere verlegt: Dadurch haben die Insassen hinten viel Platz, es heißt aber auch, dass es keine Heckscheibe mehr gibt. Die Sicht nach hinten stellt ein digitaler Rückspiegel sicher.

Das Raumgefühl im elektrischen Performance-GT ist dank des großzügigen Glasdachs sehr luftig. Der Innenraum ist Polestar-typisch extrem reduziert. Klassische Schalter und Tasten hat man bei Polestar schon immer vergeblich gesucht: Daran hat sich, wenig überraschend, auch im Polestar 5 nichts geändert. Geblieben ist nur ein großer, zentraler Drehregler für das 14,5-Zoll-Display im Hochformat, das die Mittelkonsole dominiert. Polestar setzt wie beim Polestar 3 und 4 auch in diesem Modell auf ein Android Automotive-Betriebssystem mit Google-Integration. Auf einer Schnellzugriffskachel lassen sich bis zu sechs häufig genutzte Funktionen hinterlegen, um die Bedienung zu vereinfachen. Zum Display in der Mittelkonsole gesellen sich ein 9 Zoll großes Fahrerdisplay und ein 9,5-Zoll-Head-up-Display.

Die verbauten Recaro-Sitze mit serienmäßiger Heizung-, Lüftung- und Massagefunktion wirken zumindest beim ersten Sitztest sportlich und komfortabel zugleich. Bei der Wahl der Materialwahl hat Polestar auf Nachhaltigkeit geachtet. Konzipiert worden ist das Modell als Viersitzer, notfalls findet aber auch ein fünfter Passagier Platz in Polestars neuem Flaggschiff. Auch die Fondpassagiere kommen dabei in den Genuss des gleichen Sitzkomforts wie die Insassen auf den vorderen Plätzen: Neben einer Vier-Zonen-Klimaanlage gibt es auch für sein eine Sitzheizung, eine Sitzbelüftung und eine Massagefunktion.

Beim Audiosystem haben die Käufer des Polestar 5 die Wahl zwischen zwei verschiedenen Varianten: einem Standard-Audio-System von Polestar mit 10 Lautsprechern oder einem High-end-Audiosystem von Bowers & Wilkins mit 21 Lautsprechern.

Fahrerassistenzsysteme gibt es beim Polestar 5 in Hülle und Fülle: Insgesamt verfügt das Modell über elf Sichtkameras, eine Fahrerüberwachungskamera, ein Mittelstreckenradar und zwölf Ultraschallsensoren. Dazu gesellen sich acht Airbags und Innenraumradare, um im Falle eines Unfalls die richtigen Sicherheitsmaßnahmen für alle Insassen zu ergreifen. Als Besonderheit hebt Polestar die hohe Torsionssteifigkeit seines Spitzenmodell hervor: Möglich macht das die neue Aluminiumarchitektur des Fahrzeugs.

Erstmals Einzug gehalten hat bei einem Polestar-Modell auch die 800-V-Elektroarchitektur: An einer Schnellladsäule lässt sich der Grand Tourer dem Hersteller zufolge mit bis zu 350 kW aufladen: Der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauert damit nur 22 Minuten.

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Für eine höhere Effizienz lässt sich der Heckmotor des Modells entkoppeln, in dem eine 112-kWh-Lithium-Ionen-NMC-Batterie verbaut ist: Mit einer Ladung legt der Polestar im WLTP-Zyklus gemessen 670 km zurück. Bei der Performance-Variante sind es maximal 565 Kilometer. Lutz Stiegler, Polestar Chief-Techology-Officer, sagt: „Unsere Forschungs- und Entwicklungsteams haben unermüdlich daran gearbeitet, die Polestar Performance Architecture von Grund auf neu zu entwickeln. Zusammen mit dem intern entwickelten Heckmotor, der 800-V-Elektroarchitektur und innovativen technischen Entscheidungen macht dies den Polestar 5 zu einem unglaublichen Allround-Grand-Tourer.“

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