Autopilot Polizei kann schlafenden Tesla-Fahrer nur schwer stoppen

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

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Eine Viertelstunde brauchte eine Polizeistreife, um einen schlafenden Tesla-Fahrer auf der Autobahn zu stoppen. Der Mann war mit „drogentypischen Ausfallerscheinungen“ und einem manipulierten Autopiloten unterwegs.

Unterwegs mit Autopilot (Symbolbild): Entsprechend manipuliert, lässt sich damit betrunken und schlafend über die Autobahn brettern. So geschehen in Oberfranken.(Bild:  Tesla)
Unterwegs mit Autopilot (Symbolbild): Entsprechend manipuliert, lässt sich damit betrunken und schlafend über die Autobahn brettern. So geschehen in Oberfranken.
(Bild: Tesla)

Die Tesla-Historie ist um ein absurdes Autopilot-Kapitel reicher. Wie das Polizeipräsidium Oberfranken mitteilte, brauchte eine Streife der Verkehrspolizei Bamberg kurz vor Silvester eine ganze Viertelstunde, um einen Autofahrer aus seinem Tiefschlaf zu holen, während er mit aktiviertem Autopilot am Steuer seines Tesla saß. Wobei man „am Steuer“ nicht zu wörtlich nehmen darf: Der 45-jährige Mann war auf dem Fahrersitz zusammengesunken, lenkte nicht, da er schlief, und fuhr doch mit konstant 110 km/h.

Glück für alle war wohl, dass der Tesla mit eingeschaltetem Autopiloten hinter dem Polizeifahrzeug herfuhr. Auf der Autobahn A70 war das Fahrzeug in Richtung Bayreuth zwischen den Anschlussstellen Viereth-Trunstadt und Bamberg-Hafen auffällig geworden, weil es mit exakt gleichbleibendem Abstand zum vorausfahrenden Streifenwagen unterwegs war, heißt es in einer Mitteilung des Polizeipräsidiums.

Die Polizeistreife habe dann 15 Minuten lang erfolglos versucht, den 45-Jährigen mit Hupen und Haltesignalen zu wecken, heißt es in dem Bericht. Dabei hätten die Beamten festgestellt, dass der Mann mit geschlossenen Augen auf dem Fahrersitz saß. Schließlich sei dieser aber doch aufgewacht und habe die Anweisungen befolgt. Während der Kontrolle hätten die Beamten schließlich „drogentypische Ausfallerscheinungen“ festgestellt.

Bei näherem Hinsehen fanden die Beamten die Erklärung für die schlafwandlerische Fahrt. Im Fußraum lag ein sogenanntes Lenkradgewicht. Es wird an das Lenkrad angebracht, um die Sicherheitsfunktion des Fahrzeugs zu überlisten, da es vortäuscht, dass die Hand des Fahrers das Steuer festhält. Gegen den Tesla-Fahrer läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. Seinen Führerschein ist er vorerst los.

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