Porsche 918 Spyder: Viel Emotion ohne große Emission

Autor / Redakteur: Julia Hasenstab / Praktikant AM

Porsche hat in Genf seine Konzeptstudie 918 Spyder vorgestellt. Der Autobauer will mit Plug-in-Hybrid-Technik sowie geringen Verbrauchswerten Maßstäbe setzen.

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Porsche treibt die Verbrauchsreduktion seiner neuen Modelle kräftig voran. Am Montagabend hat Porsche-Chef Michael Macht auf dem Genfer Autosalon den neuen Mittelmotorsportwagen 918 Spyder erstmals präsentiert. Der Kraftstoffverbrauch des 918 Spyders soll dem Hersteller zufolge bei nur drei Litern pro 100 Kilometer liegen, was einem CO2-Ausstoß von 70 g/km entspricht.

Möglich wird dieser für einen Sportwagen extrem niedrige Wert, indem der Porsche ein Plug-in-Hybrid-Konzept und ein V8-Triebwerk mit drei Elektromotoren kombiniert. Die Batterie des Plug-in-Hybrids kann der Fahrer am Stromnetz aufladen. Beim Bremsen wird die Bewegungsenergie des Fahrzeugs in elektrische Energie umgewandelt und in die fluidgekühlte Lithium-Ionen-Batterie eingespeist. Die Energie der Batterie steht zudem für den Beschleunigungsvorgang zunätzlich zur Verfügung.

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Zur neuen Antriebstechnologie gehören ferner ein Hochdrehzahl-V8-Motor, der mehr als 500 PS leistet, sowie Elektromaschinen an Vorder- und Hinterachse mit einer Gesamtleistung von 218 PS/160 kW. Der V8 ist eine Weiterentwicklung des 3,4-Liter-Triebwerks aus dem aktuellen RS Spyder. Er ist vor der Hinterachse in Mittelmotorposition plaziert und erreicht sein maximales Drehmoment bei 9.200 U/min. Der Zweisitzer beschleunigt in knapp unter 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und schafft eine Höchstgeschwindigkeit von über 320 km/h.

1,5 Tonnen Gewicht durch Leichtbau-Konzept

Aufgrund eines Leichtbau-Karosseriekonzepts kommt Porsche bei seinem neuen Zweisitzer auf ein Gewicht von unter 1,5 Tonnen. Hierfür sorgt die gezielte Verwendung von Magnesium und Aluminium. Für das Exterieur adaptiert der Autobauer klassische Silhouetten, etwa vom Porsche 917 Le Mans, aber auch den aktuellen RS-Spyder.

Im Interieur fallen gut konturierte Sportschalensitze, ein funktionales, aber hightechlastiges Cockpit sowie das Dreispeichen-Multifunktions-Sportlenkrad sofort auf. Letzteres trägt die fahrrelevanten Bedienelemente. Auf der Mittelkonsole lädt eine berührungsempfindliche Oberfläche ein zur intuitiven Bedienung. Über den sogenannten „Map-Schalter“ kann der Fahrer unterschiedliche Fahrprogramme abrufen und mit dem „Push-to-Pass“-Knopf das E-Boosten für unter anderem Überholvorgänge auszulösen.

Insgesamt stehen dem Fahrer vier Betriebsarten zur Verfügung. Im Modus „E-Drive“ soll der 918 Spyder eine maximale Reichweite von 25 Kilometern haben. Im „Hybrid“-Modus werden sowohl Verbrennungsmotor als auch die drei vorhandenen Elektromotoren genutzt. In diesem Fahrprogramm entspricht der Einsatz der einzelnen Antriebskomponenten der jeweiligen Fahrsituation und kann von verbrauchs- bis leistungsorientiert reichen. Der „Sport Hybrid“-Modus schließlich aktiviert beide Antriebssysteme. Aber erst in der „Race Hybrid“-Betriebsart gehen die Antriebssysteme in eine rein performance-orientierte Fahrweise über.

918 Spyder mit Reichweitenmanager

Für den neue 918 Spyder hat sich Porsche eine kundenorientierte Funktion einfallen lassen: den Reichweitenmanager. Er zeigt nach der Aktivierung unter anderem die Restreichweite an, die der Fahrer über die Einstellung der Fahrleistungen beeinflussen kann. In Städten mit Umweltzonen soll der Reichweitenmanager anzeigen, ob er das Ziel in der Stadt mit dem rein elektrischen Antrieb erreichen kann.

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