Halbjahreszahlen Porsche bleibt im Abwärtsstrudel

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die Edelmarke des Volkswagenkonzerns hat im ersten Halbjahr weniger Autos verkauft als im Vorjahr. Ein Kernproblem bleibt das China-Geschäft. Damit setzt sich der Abwärtstrend des Vorjahres ungebremst fort.

Porsche kämpft mit dem Absatz, die elektrische Variante des Macan kommt aber gut an.(Bild:  Porsche)
Porsche kämpft mit dem Absatz, die elektrische Variante des Macan kommt aber gut an.
(Bild: Porsche)

Porsche hat unter anderem wegen des kriselnden Geschäfts in China im ersten Halbjahr erneut weniger Fahrzeuge verkauft. Von Januar bis Juni wurden weltweit rund 146.400 Sport- und Geländewagen ausgeliefert. Das waren sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Autohersteller in Stuttgart mitteilte. Bereits im gesamten vergangenen Jahr war der Absatz der Schwaben um drei Prozent auf rund 310.700 Fahrzeuge gesunken.

In China wurden in den ersten sechs Monaten gut 21.300 Wagen ausgeliefert – und damit 28 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Wesentlicher Grund dafür sei die weiterhin angespannte wirtschaftliche Lage in der Volksrepublik und der intensive Wettbewerb dort. In Deutschland und dem Rest Europas zeigten die Verkaufszahlen teils ebenfalls deutlich nach unten. 

Mit 43.577 Auslieferungen lief es in Nordamerika besser . Der Anstieg lag den Angaben nach vor allem daran, dass mehr Autos im Handel verfügbar waren als im Vorjahr. Außerdem gab es Preisgarantien wegen der höheren US-Einfuhrzölle. Zahlreiche Kunden dürften sich also noch ein Fahrzeug gesichert haben, bevor diese Regelung nicht mehr gilt – und sie draufzahlen müssen. Ein Plus verzeichnete Porsche auch in Übersee- und Wachstumsmärkten wie Afrika, Lateinamerika, Australien, Japan oder Korea.

Neuer E-Macan kommt an

Die Zuffenhausener hatten im vergangenen Jahr mehrere Modellreihen erneuert. Besonders beliebt war der Kompakt-SUV Macan – das bestverkaufte Modell in der ersten Jahreshälfte. Der mehrheitlich zum Volkswagenkonzern gehörende Sportwagenbauer lieferte davon mehr als 45.100 Stück aus – das entspricht einem Plus von 15 Prozent. Mehr als die Hälfte entfiel auf die vollelektrische Variante. Der Panamera verzeichnete ebenfalls Zuwächse. 

Einen deutlichen Verkaufsknick gab es beim bislang auslieferungsstärksten Modell Cayenne. Außerdem gingen unter anderem die Auslieferungen des Klassikers 911 und des vollelektrischen Taycan zurück.

23,5 Prozent der verkauften Porsche-Fahrzeuge waren reine Stromer. „Der vollelektrische Macan trägt entscheidend zu unserer Elektrifizierungsquote bei“, teilte Vertriebsvorstand Matthias Becker mit. Es sei gelungen, das Absatzvolumen über die Vertriebsregionen hinweg stabil zu halten – trotz der andauernden geopolitischen Herausforderungen. In der zweiten Jahreshälfte erwartet Becker ein weiterhin herausforderndes Umfeld.

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