Porsche eröffnet Ausbildungszentrum

Redakteur: Gerd Steiler

Das hochmoderne Schulungszentrum bietet Raum für bis zu 500 Auszubildende sowie Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

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Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres eröffnet der Autobauer Porsche ein Ausbildungszentrum in Zuffenhausen.
Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres eröffnet der Autobauer Porsche ein Ausbildungszentrum in Zuffenhausen.
(Foto: Porsche)

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres eröffnet der Autobauer Porsche ein Ausbildungszentrum am Standort Zuffenhausen. Laut Pressemitteilung gilt das Schulungszentrum als eines der modernsten seiner Art in Europa. Auf einer Gesamtfläche von 14.000 Quadratmetern bietet der Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots in Zuffenhausen Raum für bis zu 500 Auszubildende sowie Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

Das rund 30 Millionen Euro teure Ausbildungszentrum, das in gut zweijähriger Bauzeit entstand, beherbergt drei Lern- und Medienräume, einen Veranstaltungsraum für bis zu 120 Personen, Logistiklehrwerkstätten, eine Lackieranlage, Sozialräume, eine Cafeteria sowie eine Tiefgarage mit 70 Stellplätzen. Pro Jahrgang durchlaufen derzeit 106 technisch-gewerbliche und 10 kaufmännische Auszubildende sowie 34 Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg die Ausbildung bei Porsche.

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Zehn Ausbildungsberufe

Mit dem 30-Millionen-Bau trage der Sportwagenhersteller den rasant steigenden Qualitätsanforderungen der Automobilindustrie und dem permanenten Wachstum der Marke Porsche Rechnung, heißt es. So stieg die Zahl der Berufsanfänger bei Porsche von 2011 bis 2014 um fast 50 Prozent auf derzeit 450. Sämtlichen Auszubildenden und Studenten sichert Porsche eigenen Angaben zufolge im Anschluss an die Ausbildung eine unbefristete Jobgarantie zu.

Porsche bietet vor Ort zehn verschiedene technische und kaufmännische Berufsausbildungen an. Darüber hinaus vereint das neue Ausbildungszentrum 102 Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg unter seinem Dach. In sieben Bachelorstudiengängen lernen sie beispielsweise die Praxis als Wirtschaftsinformatiker oder Elektrotechniker kennen.

In der Ausbildung geht Porsche nach eigener Aussage „immer wieder ungewöhnliche Wege“. So etwa hat es sich der Sportwagenhersteller zum Ziel gesetzt, 40 Prozent der jährlich 106 Ausbildungsplätze im technisch-gewerblichen Bereich mit Hauptschülern zu besetzen. Weiterhin wurde der Anteil an weiblichen Auszubildenden in der technisch-gewerblichen Ausbildung in den vergangenen drei Jahren von fünf auf 27 Prozent erhöht – Tendenz steigend.

Seit 2013 bekommen jährlich elf Jugendliche, denen gemeinhin die Ausbildungsreife abgesprochen würde, eine Chance auf eine Ausbildung bei Porsche. Und dies mit Erfolg: Laut Mitteilung absolvieren 30 der 33 Jugendlichen, die bisher das neun Monate dauernde Programm durchlaufen haben, heute ihre Ausbildung in Zuffenhausen.

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