Porsche Porsche-Museum – 50 Jahre Turbo

Von Steffen Dominsky 3 min Lesedauer

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Im Rahmen der Sonderausstellung „Beyond Performance. 50 Jahre Porsche Turbo“ präsentiert das Porsche-Museum in den kommenden fünfeinhalb Monaten viele Fahrzeuge und Kleinexponate. So zelebriert es ein halbes Jahrhundert Aufladetechnik made in Zuffenhausen.

Der erste Turbo: Für die CanAm-Rennserie in den USA und Kanada entwickelt, leistet der Motor des 917/10, lange bevor diese Technologie 1977 in der Formel 1 auftaucht, Pionierarbeit und bringt eine Leistung von rund 1.000 PS auf die Strecke.(Bild:  Porsche)
Der erste Turbo: Für die CanAm-Rennserie in den USA und Kanada entwickelt, leistet der Motor des 917/10, lange bevor diese Technologie 1977 in der Formel 1 auftaucht, Pionierarbeit und bringt eine Leistung von rund 1.000 PS auf die Strecke.
(Bild: Porsche)

Laut Porsche vereint ein Turbo aus Zuffenhausen Erfahrung und Erfolg, Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit. In jedem Turbo fahren also die Siege mit, die Porsche auf den Rennstrecken dieser Welt eingefahren hat. Ab sofort ehrt der Sportwagenhersteller das Jubiläum mit der Sonderausstellung „Beyond Performance. 50 Jahre Porsche Turbo“. Bis zum 12. Januar 2025 zeigt das Porsche-Museum einen Raum für und mit Geschichten. Für die Besucherinnen und Besucher hat das Team des Ausstellungsmanagements im Museum eine Sonderausstellung konzipiert, die begeistern, informieren und überraschen soll. „Wir zeigen Fahrzeuge und kleinere Exponate, die es noch in keiner Ausstellung zu sehen gab. Auf Technikfans warten Schnittmodelle, die die Turbo-Technologie veranschaulichen“, erklärt Kuratorin Iris Haker.

Bildergalerie

Unter anderem dürfen sich die Gäste auf eine 13 Meter lange Vitrine freuen, die neben technischen Zeichnungen und Fotografien auch technische Exponate beherbergt. So zum Beispiel verschiedene Turbolader, ein Bypass-Ventil, Ladeluftkühler und eine K-Jetronic. Interessierte können sich dort Filme und digitale Erklärungen zu den Themen Entwicklung, Technik und Interieur/Exterieur an den großen Touchscreens ansehen. Außerdem zeigt das Porsche-Museum die Ausstattungskarte des Porsche 911 Turbo RSR von der IAA aus dem Jahr 1973, eine technische Zeichnung des Porsche Coupé Typ 930, einen Spoiler vom Porsche 911 der Generation 991 mit aktiver Aerodynamik und ein Designmodell aus den frühen Siebzigerjahren.

Wegbereiter und Unikate

Eines der ersten Fahrzeuge, auf das die Besucherinnen und Besucher treffen, ist ein besonderes Einzelstück. Der erste 911 Turbo ist ein Geschenk zum 70. Geburtstag von Louise Piëch. Am 29. August 1974 erhält die Schwester von Ferry Porsche das Unikat mit schmaler Karosserie und einem 2,7-Liter-Motor. Auf dem Heck des Sportwagens mit 191 kW/260 PS steht „Carrera“ anstelle von „turbo“ – das unterscheidet ihn von den folgenden Serienfahrzeugen. Der Sportwagen verfügt über die Sonderkarosserie des 911 Carrera 2.7, die Porsche anlässlich des Jubiläums „25 Jahre Fahren in seiner schönsten Form“ hergestellt hatte. Zwei Merkmale weisen darauf hin, dass es sich hierbei um ein ganz besonderes Modell handelt: der ausladende Heckflügel und eine Plakette auf dem Handschuhfach mit den Initialen „LP“ und der Aufschrift „Turbo-Porsche No. 1, Stuttgart-Zuffenhausen, 29. Aug. 1974“.

Ein weiteres Unikat in der Sonderausstellung ist ein 911 Turbo der Generation 992 in silberner Zweifarblackierung. Der 911 Turbo S „Duet“ aus dem Jahr 2020 ist das Ergebnis einer Kooperation von Porsche mit dem Flugzeughersteller Embraer. Wer sich damals für den Business-Jet Phenom 300E entschied, konnte einen passend dazu individualisierten 911 Turbo S erwerben.

Zwischen dem Prolog und dem Epilog zieht sich die Farbe Turbonit wie ein roter Faden durch die Sonderausstellung und verleiht ihr eine außergewöhnliche Atmosphäre. Verschiedene Bereiche behandeln Themen wie „Prinzip Turbo“, „Beyond Turbo“ und „Motorsport“. Der Epilog bringt die Themenfelder Heritage und Zukunft nah zusammen. Dort stehen sich ein Porsche 911 Turbo aus dem Jahr 1976 von Ferry Porsche und das Jubiläumsfahrzeug 911 Turbo Lego Big Brick in Oakgrün Metallic gegenüber. Dabei demonstrieren die beiden Sportwagen, wie Fahrdynamik, Komfort und Fortschritt bei gleichzeitiger Wahrung der Porsche-DNA aussehen können.

Digitales Lernabenteuer „Tina und das Turbo-Geheimnis“

Um das Thema Turbo auch Kindern näherzubringen, wurde erstmals für eine Sonderausstellung ein kindgerechtes, digitales Lernabenteuer entwickelt. Mithilfe des Multimedia-Guides begleiten die Kinder das Porsche-4Kids-Maskottchen Tina Turbo. Die Renningenieurin Tina hat einen Kinderbrief bekommen, in dem sie gefragt wird, woher ihr Name Turbo kommt und warum das Porsche-Museum 50 Jahre Turbo feiert. Diese und viele weitere Turbo-spannende Informationen erhalten die Kinder. Dabei entdecken sie so manch ungewöhnliches Turbo-Fahrzeug und erfahren, was Tina, die Kinder und der Porsche Turbo gemeinsam haben. Der Multimedia-Guide ist im Eintrittspreis enthalten und im Foyer erhältlich. „Tina und das Turbo-Geheimnis“ ist in Deutsch und sieben weiteren Sprachen verfügbar. Im Bereich Porsche 4Kids wartet außerdem ein 911 Turbo von Lego auf die kleinen Besucher.

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