186314, 189392, 175627, Positive Signale für Chrysler-Händler
Auf einer Informationsveranstaltung verdeutlichten Vertreter von Chrysler Deutschland und des Partnerverbandes, dass das Fabrikat eine Zukunft hat.
Radek Jelink, Geschäftsführer Chrysler Deutschland beruhigte im Rahmen einer Informationsveranstaltung des Verbands der Chrysler-Händler Deutschland (CHV) die Mitglieder: „Wir können zwar noch nichts Konkretes sagen, nur soviel: Alle Signale, die wir aus Amerika bekommen, sind positiv. Es ist unwahrscheinlich, dass Chrysler Deutschland insolvent geht.“
Neben Jelinek war die die Führungsmannschaft von Chrysler Deutschland geladen und gekommen. Den Händlern Optimismus und Sachlichkeit an die Hand zu geben war das gemeinsame Ziel mit dem CHV, zwei Juristen sollten zudem sofort aufkommende Rechtsfragen beantworten.
Rückzug der Mercedes-Benz-Bank
Wichtiger Diskussionspunkt war dabei die künftige Zusammenarbeit mit der Mercedes-Benz-Bank, nachdem Daimler seine restlichen Chrysler-Anteile abgegeben hat. Bis zum 30. September sei sie noch für Chrysler zuständig, „mit allen bisherigen Funktionen“, bestätigte der Vertreter der Bank, Harald Schneefuss. Sein Unternehmen sei an einer „gescheiten Übergangslösung“ ab dem 1. Oktober interessiert, bis sich eine neue Bank finde.
Radek Jelinek sagte hierzu: „ Wir sind an einer Generallösung interessiert und nicht, dass sich jeder Händler nun seine eigene Bank sucht.“ Die angedachte Allianz mit der Fiat-Group könnte diese Kulanzzeit genauer definieren und Ruhe ins Händlernetz bringen.
Termin zu früh gewählt
„Der von uns gewählte Termin ist genau genommen zu früh. Aber wir stehen als Verband in einer Aufklärungspflicht gegenüber unseren Händlern. Schließlich reden wir hier über Existenzen“, erklärte Peter Jakob, 1. Vorsitzende des Verbands der Chrysler-Händler Deutschland. Wie Antje Woltermann vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) sagte, sei es wichtig gewesen, zu diskutieren und verschiedene Szenarien durchzuspielen. In den Köpfen der Händler schwirren derzeit viele Fragen umher. Wie begegnet der Hersteller einer möglichen Insolvenz? Was kommt auf die Händler in Deutschland zu? Kommt es zu der Allianz mit Fiat oder nicht? Das zentrale Problem: Auch Chrysler Deutschland wartet noch immer auf Nachrichten aus den USA, um konkrete Aussagen liefern zu können.
Grau-Importe in der Kritik
Große Kritik übten die Händler am Thema Grau- oder EU-Importe. „In diesem Punkt versagt die Herstellerpolitik auf internationaler Ebene. Andere Marken haben das besser im Griff“, sagte Dr. Rainer Zschocke vom CHV-Vorstand. Die hohen Preisunterschiede zwischen seinen Angeboten und denen der Importe könne laut Zschocke niemand mehr vor dem Kunden rechtfertigen.
Drei Autohäuser geehrt
Im Rahmen der Informationsveranstaltung gratulierte Radek Jelinek gleich drei Händlern zur 20-jährigen Zusammenarbeit mit Chrysler: Das Autohaus Getra aus Köln, MM-Automobile aus Böblingen und das Autohaus Pickert aus Friedrichsdorf.
Die Informationsveranstaltung fand im Autohaus Jakob in Petersberg bei Fulda statt. „Wir haben diesen Ort gewählt, um ein Zeichen zu setzen und Geld zu sparen“, so Peter Jakob. Die nächste Veranstaltung soll zeitnah stattfinden.
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Link: Der CHV im Internet
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