Positive Signale zum Händlerschutz
Bis Ende des Jahres soll der Code of Conduct erweitert werden, sonst könnte die EU-Kommission aktiv werden. Das verdeutlichte Carlo Pettinelli auf dem European Car Dealer’s Day.

Die EU-Kommission drängt weiterhin auf eine Erweiterung des Code of Conduct. Im Rahmen des 4. European Car Dealer’s Day relativierte Carlo Pettinelli die abgeschwächte Formulierung im aktuellen Entwurf der Initiative Cars 2020.
Sollten sich Hersteller und Händler bis Ende 2014 nicht auf eine Erweiterung des Code of Conduct einigen, will sich die Kommission laut aktuellem Entwurf das Recht vorbehalten, Maßnahmen einzuleiten. Zuvor hatte es in einem Entwurf geheißen, dass Brüssel gegebenenfalls Maßnahmen initiieren werde.
Mit der Frist auf Jahresende setzt die Europäische Kommission die Automobilhersteller unter Druck. Allerdings gibt es von Herstellerseite noch keine Signale, die auf eine Erweiterung des Code of Conduct hindeuten. Laut Cecra-Generalsekretär Bernhard Lycke ist der Herstellerverband Acea von seinen Mitgliedern bislang nicht zum Verhandeln ermächtigt worden.
Die Abschwächung der Wortwahl war vom europäischen Händlerverband kritisiert worden. Doch nun habe die Kommission dem europäischen Händlerverband (Cecra) die Möglichkeit eingeräumt, dies in einer Fußnote zu kommentieren, berichtete Lycke. Der Verband wolle dies natürlich nutzen.
In Brüssel veranstaltete Cecra den European Car Dealer’s Day bereits zum vierten Mal. Rund 100 Händler und Teilnehmer aus Politik und Verbänden besuchten die Veranstaltung. Neben rechtlichen Aspekten stand vor allem die Zukunft des Kfz-Gewerbes auf der Agenda.
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