Prävention vor Diebstahl und Einbrüchen

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Autohäuser und Werkstätten ächzen unter den zahlreichen Einbrüchen und Diebstählen. Geschnappt werden die Täter selten. Aus Sicht des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg helfen vor allem präventive Maßnahmen.

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Den Tätern ist schwer auf die Spur zu kommen. Mit präventiven Maßnahmen können sich Betriebe schützen.
Den Tätern ist schwer auf die Spur zu kommen. Mit präventiven Maßnahmen können sich Betriebe schützen.
(Foto: Highwaystarz - Fotolia)

Die Zahl der Einbrüche und Diebstähle in Autohäuser und Werkstätten bleibt hoch. Zum Schutz gegen die Kriminalität unterstützt das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg seine Mitgliedsbetrieben mit diversen Maßnahmen zur Prävention: Diese gehen von der Lobbyarbeit über die Vermittlung von Sicherheitsexperten bis hin zu einem Einkaufsvorteil bei einem Sicherheitssystem. So ging der Verband jüngst eine Kooperation mit Argus Tronic ein: Das Unternehmen garantiert den Mitgliedern einen Preisvorteil von zehn Prozent beim Kauf des speziell für Kfz-Betriebe entwickelten Schutzsystems.

Mit einer Kombination aus Funk- und Videotechnik bietet das System Diebstahlschutz für Fahrzeuge im Innen- und Außenbereich. Die Überwachungstechnik ist mit einem hochsensiblen Sensorsystem ausgestattet, das das Bewegen, Aufbocken und Eindringen ins Kraftfahrzeug erkennt. Die Technik ist schnell installiert, da keine Kabel verlegt werden müssen. Die Sensoren sind mit einem Manipulationsschutz ausgestattet und kommunizieren verschlüsselt mit der wetterfesten Empfangszentrale.

Wird ein gesichertes Fahrzeug angegriffen, wird in Sekundenschnelle ein 24-Stunden-Wachdienst alarmiert. Dieser klinkt sich aus der Ferne in das Sicherheitssystem ein und erhält über die Videoanlage Livebilder vom Fahrzeug und seiner Umgebung. Stellt der Wachdienst einen Übergriff fest, kann er die Beleuchtung einschalten und den Täter über Lautsprecher direkt ansprechen. Bei Bedarf kann die Polizei verständigt werden.

Für Firmeninhaber Wolfgang Neuscheler sind das klare Vorteile gegenüber herkömmlichen Schutzsystemen: „Neben den hohen Installations- und Beleuchtungskosten zeigen Langzeittests eine erhebliche Anzahl von Fehlalarmen bei herkömmlichen Systemen. Diese können durch Tiere, Schneefall, Regen, Bäume und Lichtquellen ausgelöst werden.“ Zudem könnten Kameras, selbst Wärmebildkameras, keine Diebe von potenziellen Kunden unterscheiden.

Weiterhin hat der Verband einen Dialog zwischen Innungsmitgliedern und Sicherheitsexperten initiiert. Fachleute des berufsständischen Versicherers des Kraftfahrzeuggewerbes, der Nürnberger Versicherungsgruppe, helfen den Betrieben zu evaluieren, welche Sicherheitsmaßnahmen sich günstig auf die Prämie auswirken. Experten diverser Sicherheitsfirmen, etwa aus den Bereichen Wachschutz oder Tresore, stehen für Beratungsgespräche zur Verfügung. Hinweise gibt es auch im Netz.

In Gesprächen mit dem baden-württembergischen Innenministerium und der Polizei forderte Präsident Harry Brambach mehr Streifenfahrten in Industriegebieten. Diverse Innungen veranstalteten Informationsabende zum Thema Kriminalität und Prävention.

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