Praxistest Zehn Dinge, die uns an der Alfa Romeo Giulia aufgefallen sind

Von Steffen Dominsky 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Sie ist die erste (und nahezu einzige) Wahl für italophile Automobil-Fans in der Kategorie Limousine. Zudem ist sie eine gute Alternative zu A4, 3er, C-Klasse und anderen, auch wenn die drehzahlgierigen Saugmotoren von einst längst Geschichte sind.

Wem A4, 3er und C-Klasse zu langweilig sind und wer auf italienische Momente im Leben steht, der greift zu dem Alfa Romeo Giulia – Pardon, „der“ Giulia.(Bild:  Dominsky – VCG)
Wem A4, 3er und C-Klasse zu langweilig sind und wer auf italienische Momente im Leben steht, der greift zu dem Alfa Romeo Giulia – Pardon, „der“ Giulia.
(Bild: Dominsky – VCG)

„Sag mir, wo die Blumen sind, wo sind sie geblieben“, trällerte 1963 Marlene Dietrich in Anlehnung an den amerikanischen Antikriegssong „Where have all the flowers gone“. Mit Blick auf das einst so große, bunte und stolze Automobilangebot „made in Italy“ kann man heute ebenso fragen: „Wo sind sie geblieben?“ Lancia: quasi tot. Fiat: eine Kleinwagen- und Transportermarke. Alfa Romeo: Ja, Alfa, stimmt, die gibt’s noch. Doch das Angebot der Turiner ist, sagen wir mit Blick auf die Historie und das, womit man diesen Markennamen verbindet, speziell. Abgesehen vom Supersportwagen 33 Stradale besteht es ausschließlich aus SUVs. Mit einer Ausnahme: der guten alten Giulia.

„Alt“, weil die seit 2016 produzierte Limousine so langsam, aber sicher auf das Ende ihres Produktionszyklus zufährt. Doch das ist noch lange kein Grund, der Italienerin in ihrer aktuellen Ausgabe nicht noch einmal auf den Zahn zu fühlen, was wir kürzlich taten. „Ein steiler Zahn!“, ruft der aus, der der Giulia das erst Mal von vorne begegnet. Und „definitiv ein Alfa!“. Während es so manchem Hersteller schon seit Jahren nicht mehr gelingt, seine Modelle ohne Ablesen eines Emblems bzw. Schriftzugs als solche seiner Marke erkennen zu lassen, ist es den italienischen Autodesignern „wie immer“ gelungen, echte Markenidentität zu kreieren. Auch von hinten macht das Mädchen aus dem Piemont ein flottes und eigenständiges Figürchen. Einzig der Seitenansicht fehlt ein bisschen Grandezza.