Preise für Gebrauchtwagen erneut gestiegen

Von Silvia Lulei

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Der Durchschnittspreis für einen Gebrauchtwagen ist im November erneut gestiegen. Die monatliche Auswertung Autoscout-24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) zeigt, dass sich fünf von sieben Alterssegmenten besonders positiv entwickeln.

Youngtimer verzeichnen auf Autoscout 24 den größten Preisanstieg.(Bild:  BMW)
Youngtimer verzeichnen auf Autoscout 24 den größten Preisanstieg.
(Bild: BMW)

Der durchschnittliche Angebotspreis für einen Gebrauchtwagen ist im November erneut gestiegen. Er liegt bei 19.754 Euro; das sind 1,1 Prozent mehr als im Vormonat (19.546 Euro). Die monatliche Auswertung für den Autoscout-24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) zeigt, dass sich fünf von sieben Alterssegmenten besonders positiv entwickeln. Gleichzeitig sank der Bestand in den meisten Segmenten. Auffällig ist, dass die Seitenaufrufe für Gebrauchtwagen zurückgegangen sind: Das liege, wie im AGPI angenommen wird, an der Vorweihnachtszeit sowie an den hohen Neuwagen-Prämien.

„Seit Jahresbeginn sind die Gebrauchtwagenpreise um durchschnittlich 743 Euro gestiegen“, sagt Felix Frank, Vice President Customer bei Autoscout 24. „Bei im Jahresverlauf rund 1,2 Millionen angebotenen Fahrzeugen ergibt sich daraus ein Zuwachs des Handelsvolumen von knapp 892 Millionen Euro“ – vorausgesetzt, der Angebotspreis würde letztlich auch bezahlt.

Der Preisanstieg hält laut Autoscout 24 schon den fünften Monat in Folge an. Im November legten erneut Youngtimer zwischen 20 und 30 Jahren mit plus 3,1 Prozent den größten Sprung hin (Durchschnittspreis: 7.226 Euro). Aber auch Fahrzeuge im Alter von zehn bis 20 Jahren (5.303 Euro) zeigten mit plus 1,7 Prozent eine überdurchschnittliche Steigerung. Diese überwiegend von Privatpersonen verkauften Fahrzeuge lösten jedoch nicht alleine den erwarteten Anstieg aus.

Mit plus 1,0 Prozent sorgte das Alterssegment der fünf bis zehn Jahre alten Autos (12.392 Euro) ebenso für steigende Preise wie Ein- bis Dreijährige (+0,3 %, 26.298 Euro) und drei bis fünf Jahre alte Gebrauchtwagen (+0,1 %, 19.124 Euro). Preisabschläge erfuhren im November mit minus 0,6 Prozent Oldtimer (ab 30 Jahre, 29.638 Euro) sowie Jungwagen bis zu zwölf Monate (-1,0 %, 28.531 Euro).

Bestände wachsen bei sehr jungen und alten Gebrauchtwagen

Aufgrund der guten Verkäufe sinken die Gebrauchtwagenbestände im Handel und im Privatsektor. Fraglich ist jedoch, inwieweit die Verschrottung alter Fahrzeuge mit Euro 1 bis 4 aus Aktions-Inzahlungnahmen dafür sorgte, dass das Angebot in fast allen Segmenten schrumpfte. Nur Oldtimer (+1,1 %) und junge Gebrauchte im Alter von bis zu zwölf Monaten (+0,7 %) verbuchten einen Bestandsaufbau.

Interessant ist, dass bei Youngtimern (-5,3 %) trotz des größten Preisanstiegs zugleich der höchste Bestandsabbau zu beobachten war. Dahinter folgten auch hier zehn bis 20 Jahre alte Gebrauchtwagen (-4,9 %) sowie ein- bis dreijährige Gebrauchte (-4,3 %). Den geringsten Bestandsabbau im November verbuchten Drei- bis Fünfjährige (-3,1 %) und fünf bis zehn Jahre alte Fahrzeuge (-2,9 %).

Seitenaufrufe weiterhin im Rückwärtsgang

Die Seitenaufrufe gingen im November zurück. Möglicherweise warten Gebrauchtwagenkäufer auf die weiteren Entwicklungen hinsichtlich der diskutierten Dieselfahrverbote. Den größten Rückgang verbuchten Oldtimer sowie drei bis fünf Jahre und fünf bis zehn Jahre alte Fahrzeuge mit je 7,6 Prozent weniger Interessenten. Knapp dahinter reihten sich ein- bis drei Jahre alte Gebrauchtwagen (-7,3 %) und Youngtimer ab 20 Jahren (-7,1 %) ein. Es folgten 10 bis 20 Jahre alte (-6,5 %) und als Schlusslicht bis zu zwölf Monate alte Gebrauchte (-5,5 %). Hier scheint es, als ob die vielfach eingesetzten hohen Prämienangebote für alte Diesel beim Kauf eines Neuwagens negativ auf den Abverkauf von Tageszulassungen wirken.

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