E-Mobilität Preissenkungen wecken bei Mehrheit der Pkw-Halter kein Interesse

Von Yvonne Simon 2 min Lesedauer

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Die Preissenkungen und Aktionen der Hersteller bei Elektroautos animieren einer DAT-Auswertung zufolge nur ein Drittel der Pkw-Halter dazu, sich intensiver mit der E-Mobilität zu beschäftigen. Viele Befragte sehen zudem die Entsorgung von E-Auto-Akkus kritisch.

Die Rabatte der letzten Monate lassen offenbar viele Pkw-Halter kalt.(Bild:  Simon – VCG)
Die Rabatte der letzten Monate lassen offenbar viele Pkw-Halter kalt.
(Bild: Simon – VCG)

Seit dem Ende der Umweltprämie für private Pkw-Käufer haben einige Hersteller und Importeure die Preise für E-Autos gesenkt. Bei vielen Pkw-Haltern zeigen die teils drastischen Maßnahmen aber offenbar wenig Effekt: Der neuesten Ausgabe des DAT-Barometers der Deutschen Automobil Treuhand zufolge führten die Preissenkungen der Hersteller nur bei einem Drittel der Befragten (33 %) zu einer intensiveren Beschäftigung mit der Elektromobilität. Bei 54 Prozent weckten die Aktionen kein vermehrtes Interesse.

Würde bei den Befragten ein Autokauf bevorstehen, dann würden sich wenig überraschend die meisten Pkw-Halter für einen Verbrenner entscheiden: 42 Prozent für einen Benziner (-1 Prozentpunkt gegenüber Vorjahr), 19 Prozent für ein Fahrzeug mit Dieselmotor (+3 Prozentpunkte). 15 Prozent würden ein rein batterieelektrisch angetriebenes Auto wählen (+1 Prozentpunkt) und 17 Prozent einen Plug-in-Hybrid (-3 Prozentpunkte). Nur sieben Prozent der Befragten (+2 Prozentpunkte) würden einen Voll- oder Mild-Hybrid anschaffen – obwohl diese Antriebsart bei den aktuellen Zulassungszahlen deutlich vor den BEVs und PHEVs liegt.

Wenn es um die Frage „Besitz oder Nutzung eines E-Autos“ geht, ist das Bild gemischt: 38 Prozent der Befragten würden den Kauf bevorzugen, gut ein Viertel ist unentschlossen, und 36 Prozent würden sich für Leasing entscheiden. Insbesondere Letzteres hat zuletzt an Bedeutung gewonnen. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zustimmung zum Leasing um sechs Prozentpunkte.

Bedenken bezüglich Batterie-Entsorgung

Die Pkw-Halter wurden außerdem gefragt, ob die Neuanschaffung eines Autos mit Verbrennungsmotor ihnen ein schlechtes Gewissen bereiten würde. 57 Prozent äußern keine Bedenken, während 29 Prozent Gewissensbisse hätten.

Ökologische Bedenken gibt es offenbar eher bei den E-Autos. Zumindest bewertet mit 74 Prozent nach wie vor die große Mehrheit der Befragten die Entsorgung von Batterien kritisch (Vorjahr: 77 %). Sie sehen bislang zu wenige Lösungen und Konzepte. Wie im Vorjahr befürchten zudem nahezu zwei Drittel (62 %), dass Endverbraucher für die E-Auto-Entsorgung nochmals zur Kasse gebeten werden könnten, zum Beispiel über die Kfz-Versicherung oder die Kfz-Steuer.

Restwerte sinken

Noch ein Blick auf die Restwerte: Die Experten der DAT vergleichen regelmäßig die Werte dreijähriger Pkw mit Benzin-, Diesel- und batterieelektrischem Antrieb. Alle Werte waren zuletzt im Rückwärtsgang. Benziner kamen im August 2024 noch auf 62,8 Prozent Restwert gegenüber dem ehemaligen Listenpreis, Selbstzünder auf 60,8 Prozent und BEVs auf 50,8 Prozent. Die DAT erinnert in dem Zusammenhang daran, dass die Neupreise von Elektroautos in der Regel deutlich über denen von Verbrennern liegen. E-Autos sind damit auch gebraucht keine Schnäppchen, verzeichnen jedoch einen hohen Wertverlust.

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