Kfz-Dienstleister Premiumzulasser erwartet Rekordjahr

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Kölner Dienstleister Premiumzulasser sieht sich als Marktführer. In diesem Jahr schließt der Kooperationspartner viele Kfz-Betriebe mit einem Rekord ab. Ab Februar nimmt das Unternehmen Privatkunden mit einem Webshop ins Visier.

(Foto:  ZDK)
(Foto: ZDK)

Der Kölner Zulassungsdienst Premiumzulasser eG (PZeG) blickt auf ein Rekordjahr 2025: Die 60 Mitgliedsbetriebe werden rund 1,85 Millionen Neuzulassungen sowie Um- und Abmeldungen über die eigene Software Pzeg.online abwickeln, teilte die Genossenschaft mit. Damit werde sie ein Plus von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr verbuchen.

„Mit dieser Bilanz wird unsere Community ihre Position als führender Anbieter von Dienstleistungen rund um die Zulassung von Kraftfahrzeugen weiter ausbauen“, sagt Florian Cichon, Vorsitzender des Vorstands der Kölner Genossenschaft. Das positive Ergebnis sei umso bemerkenswerter, als die Pkw-Neuzulassungen mehr oder weniger auf dem Vorjahresniveau verharren werden und der Gebrauchtwagenmarkt leicht im Minus abschießen wird.

Die Unternehmensgruppe behaupte damit ihre Marktposition als führender Dienstleister im Zulassungswesen. Unter anderem ist der Kölner Zulassungsdienst Kooperationspartner vom Kfz-Gewerbe Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Auch bei Vorgängen über die Großkundenschnittstelle (GKS) des Kraftfahrt-Bundesamtes sieht sich PZeG an der Spitze: Bis November wurden nach eigenen Angaben 1.304.399 Vorgänge mit einem Marktanteil von 26,1 Prozent eingereicht, im November lag der Marktanteil bei 23 Prozent. Insgesamt schreite die Digitalisierung der Fahrzeugzulassung in Deutschland jedoch nur schrittweise voran. Ein Großteil der Aufträge werde weiterhin konventionell an den Schaltern der Zulassungsstellen bearbeitet, kritisiert Cichon.

Mehr als 90 Prozent der Zulassungen erfolgen noch analog

Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts sind von den 1,9 Millionen Zulassungsvorgängen im November knapp 19 Prozent (Vorjahresmonat 10,4 Prozent) online abgewickelt worden. Davon entfielen 9,3 Prozent (Vorjahresmonat 3,1 Prozent) auf die Großkundenschnittstelle und 9,5 Prozent (Vorjahresmonat 7,3 Prozent) auf die i-Kfz-Portale der örtlichen Zulassungsstellen. Die übrigen 1,6 Millionen Aufträge (Vorjahresmonat 1,925 Millionen) wurden noch immer konventionell an den Schaltern der Straßenverkehrsämter eingereicht.

Die Genossenschaft betont vor diesem Hintergrund die Vorteile ihres hybriden Systems, mit dem Aufträge sowohl digital als auch bei Bedarf analog abgewickelt werden können. Mit Blick auf die geplante Modernisierungsagenda von Bund und Verwaltung – einschließlich einer möglichen Zentralisierung der internetbasierten Zulassung beim Kraftfahrt-Bundesamt – erwartet PZeG zusätzliche Impulse für die digitale Abwicklung. Die 411 Zulassungsbehörden sollen von der Pflicht befreit werden, ein eigenes Portal vorzuhalten. „Details sind zwar noch nicht bekannt, doch könnten die modifizierten Workflows ein Turbo für die digitale Fahrzeugzulassung sein“, gibt sich Cichon zuversichtlich.

Um seine Dienste weiter auszurollen, startet Premiumzulasser ab Februar einen Webshop, über den insbesondere Privatkunden Zulassungs- und Abmeldeaufträge rund um die Uhr online erteilen können.

(ID:50662660)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung