Internetbasierte Fahrzeugzulassung Premiumzulasser Marktführer bei i-Kfz

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Der Kölner Zulassungsdienst Premiumzulasser wächst weiter und konnte nach eigenen Angaben seine Marktführerschaft bezüglich i-Kfz ausbauen: Der Marktanteil der Genossenschaft lag hier im ersten Quartal bei 28 Prozent.

Auch die vierte Stufe von i-Kfz beinhaltet weiterhin viele analoge Prozesse. Stempelplaketten und Kennzeichen braucht es weiterhin. Die kommen per Versand. (Bild:  Kroschke/Lars Franzen)
Auch die vierte Stufe von i-Kfz beinhaltet weiterhin viele analoge Prozesse. Stempelplaketten und Kennzeichen braucht es weiterhin. Die kommen per Versand.
(Bild: Kroschke/Lars Franzen)

Im ersten Quartal 2025 konnte der Kölner Zulassungsdienst Premiumzulasser seinen Wachstumskurs fortsetzen – trotz eines rückläufigen Marktes für Pkw-Neuzulassungen (minus 4,3 Prozent) sowie nur leicht wachsendem Gebrauchtwagenmarkt (plus 0,6 Prozent).

Die Mitgliedsbetriebe der Kölner Genossenschaft reichten nach deren Angaben insgesamt 443.319 Anträge für Neuzulassungen, Ab- und Ummeldungen sowie Außerbetriebsetzungen von Kraftfahrzeugen über das eigene digitale Tool bei den Straßenverkehrsämtern ein. Das entspricht einem Zuwachs von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum – das beste Quartalsergebnis seit Gründung der Genossenschaft, teilte ihr Vorsitzender Florian Cichon mit.

Ein besonderer Erfolg zeige sich bei der Nutzung der Großkundenschnittstelle (GKS) des Kraftfahrt-Bundesamts: 26.291 Aufträge – das sind 5,9 Prozent aller Vorgänge bei der Genossenschaft – wurden im ersten Quartal 2025 über die i-Kfz-Stufe-4-Schnittstelle abgewickelt. Damit erreicht Premiumzulasser nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 28 Prozent und damit die Führungsposition in diesem Segment.

Schleppende Umsetzung der vierten Stufe von i-Kfz

Die Stufe 4 des Projekts i-Kfz ermöglicht seit September 2023 erstmals die vollständig digitale Zulassung von Fahrzeugen auch für juristische Personen und Großkunden wie Autohäuser, Hersteller und Zulassungsdienste. Die Umsetzung in der Praxis verläuft bundesweit jedoch weiterhin schleppend: Der Anteil digitaler Zulassungsvorgänge liegt insgesamt noch im einstelligen Prozentbereich, was vor allem an technischen Hürden und der zögerlichen Anbindung vieler Zulassungsstellen liegt.

Strategische Partnerschaften mit dem Kfz-Gewerbe

Um den Marktanteil weiter auszubauen, hatte Premiumzulasser in der Vergangenheit in die Weiterentwicklung ihres Zulassungstools und die Anbindung an die zentrale GKS des Kraftfahrt-Bundesamts investiert. Zudem kooperiert die Genossenschaft mit dem Verband des Kfz-Gewerbes NRW, Hessen und Niedersachsen/Bremen.

Vorstandsvorsitzender Florian Cichon sieht die Genossenschaft als Nummer eins bei den i-Kfz-Stufe-4-Zulassern und rechnet im weiteren Jahresverlauf mit einer deutlich steigenden Nutzung des Bundesportals für Gewerbetreibende, das seit September 2023 verfügbar ist.

i-Kfz

Die erste Stufe der „internetbasierten Fahrzeugzulassung“ (i-Kfz) trat im Januar 2015 in Kraft. Seitdem können Privatleute ihre Fahrzeuge selbst abmelden. Seit Oktober 2017 können sie diese auch digital wieder zulassen. Seit Oktober 2019 und mit der dritten Stufe können Privatleute unter anderem ihre Neuwagen selbst zulassen – vorausgesetzt, die Kfz-Zulassungsstellen sind dazu in der Lage. Am 1. September 2023 trat die vierte Stufe in Kraft und öffnete damit den Weg für den Autohandel.

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