Presse: BMW 2er Gran Tourer steht auf der Kippe

Autor Andreas Wehner

Der Vorstand des Münchner Autobauers erwägt, von dem erst kürzlich eingeführten BMW 2er Gran Tourer keine zweite Generation zu bauen. Das größte Problem des Vans: Er passt nicht so ganz zur Marke.

Der BMW 2er Gran Tourer ist der zweite Van des Münchner Autobauers.
Der BMW 2er Gran Tourer ist der zweite Van des Münchner Autobauers.
(Foto: BMW)

Der erst Anfang 2015 eingeführte BMW 2er Gran Tourer erhält möglicherweise keinen Nachfolger. Wie die Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, ist der größere der beiden jüngst neu eingeführten Vans der Münchner im Management des Autobauers umstritten. Die Diskussionen, ob das Modell zu sehr den Markenwert torpediere, hätten den Vorstand nachdenklich gemacht, schreibt das Blatt. Deshalb gebe es noch kein grünes Licht für die Entwicklung der nächsten Generation.

Auch unter den BMW-Fans scheiden sich die Geister. Viele sehen in den beiden Vans Gran Tourer und Active Tourer schon aufgrund ihrer Bauform keinen richtigen BMW. Dabei scheint die Niere das Hauptproblem der Modelle zu sein. Denn an sich sind beide keine schlechten Autos.

Nach Informationen von „Auto Motor und Sport“ wurden bis Oktober weltweit 38.945 Gran Tourer verkauft. Überraschend: 73 Prozent der Kunden haben das Modell mit sieben Sitzen bestellt. So hoch ist der Anteil der Siebensitzer-Version nicht einmal beim VW Touran, dem meistverkauften Van in Deutschland.

Als Alternative ist dem Bericht zufolge im Gespräch, das SUV X1 mit sieben Sitzen auszustatten. Der X1 basiert auf derselben Fahrzeugarchitektur. Außerdem soll der 2er Active Tourer weiterlaufen, der sich noch deutlich besser verkauft als der Gran Tourer. Vom kleineren der beiden Vans wurden von Januar bis Oktober 71.263 Fahrzeuge verkauft.

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