Probefahrt-Schufa für Autohäuser
Das Autohaus Breucker & Bergmann hat ein Programm zur Identifizierung von Probefahrt-Schnorrern. Das System soll weiteren Betrieben angeboten werden, um die falschen Probefahrten einzudämmen.
Handelt es sich bei diesem Kunden um einen echten Interessenten, oder will er nur eine Probefahrt schnorren? Diese Frage hat sich Carsten Breucker vom Autohaus Breucker & Bergmann in Düsseldorf schon häufiger gestellt. Immer wieder treten Interessenten in Autohäusern auf, die echtes Kaufinteresse an einem Fahrzeug zeigen und es gern über das Wochenende Probe fahren wollen. Wenn der Wagen zurückkommt, ist der Tank leer und der Blick auf den Tacho zeigt einen Wegstrecke von mehreren Hundert Kilometern. Natürlich kann sich der Kunde jetzt noch nicht entscheiden und geht wieder. Außer Spesen nichts gewesen.
Breucker hat daraufhin ein Programm entwickeln lassen, das er nun seinen Händlerkollegen anbietet, damit solche Probefahrtsünder schnell erkannt werden. Kernstück dieses EDV-Programms ist eine Datenbank zur Probefahrtverwaltung, in der eventuelle Vorkommnisse festgehalten werden. Voraussetzung hierfür ist eine vom Interessenten unterschriebene Verpflichtung und Datenschutzerklärung. Andere Händlerkollegen, die diese Software ebenfalls einsetzen, haben dann die Möglichkeit über die Eingabe des Namens oder der Führerscheinnummer festzustellen, ob gegen diesen Intersessenten bereits etwas vorliegt. Sie können aber nicht gleichzeitig sehen, bei welchem Autohaus der Kunde bereits war.
Das Programm kann seinen Sinn nur erfüllen, wenn viele Autohäuser dieses einsetzen. Bei einer Anmeldung bis zum 31. Juli 2007 kann es sechs Monate kostenlos genutzt werden, anschließend kostet es in seiner Grundversion 59 Euro pro Jahr.
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