Procar: Klage ist „Sturm im Wasserglas“
Als „Nicht-Meldung“ kommentiert Vorstandsmitglied Jörg Felske einen Artikel des Online-Portals „Der Westen“ zu drohenden Räumungsklagen. Derzeit gibt es Mietstreitigkeiten mit dem Eigentümer von zehn Procar-Standorten.
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Die Procar-Gruppe aus Nordrhein-Westfalen befindet sich derzeit in Mietstreitigkeiten mit dem Eigentümer von zehn ihrer Standorte. Wie das Onlineportal „Der Westen“ berichtete, drohen Räumungsklagen und der eventuelle Verlust der Händlerverträge. Jörg Felske, Vorstand der Procar Automobile AG, kommentiert den Artikel im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«: „Dieses Thema ist nicht mehr als ein Sturm im Wasserglas. Wir stehen in Verhandlungen mit dem Eigentümer und dürften diese bald beenden.“
Auch die BMW Group sieht in dieser Angelegenheit keine Handlungsbedarf: „Die Verträge mit Procar laufen bis zum Herbst 2012. Wir sehen keinen Grund, vorzeitig davon abzurücken“, äußerte sich eine Unternehmenssprecherin auf Nachfrage von »kfz-betrieb ONLINE«
Procar ist gut aufgestellt
Felske zufolge steht das Unternehmen sehr gut da, konnte die Kundenzufriedenheit erhöhen und verbucht aktuell ein Verkaufs-Plus im zweistelligen Bereich gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei BMW sind es 17 Prozent und bei Mini 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zudem stieg das Großkundengeschäft um 44 Prozent an. „Wir bedienen nach wie vor unsere Kunden und finden in dieser Angelegenheit definitiv eine Lösung“, ist sich Felske sicher. Procar-Eigner Peter Jänsch sagte gegenüber „Der Westen“: „Wir haben keine Liquiditätsengpässe sondern vielmehr 18 Millionen Euro Guthaben auf unseren Bankkonten, zahlen so alle Rechnungen mit Skonto und könnten zudem Kredite über 20 Millionen Euro abrufen.“ Um dieses finanzielle Polster weiter auszubauen, geht Procar ab Mitte Oktober mit Unternehmensanleihen von insgesamt bis 30 Millionen Euro an die Börse.
Neue Immobilen gesucht
Die Räumungsklage des Haupteigentümers bezieht sich auf die Standorte in Bochum, Bottrop, Castrop-Rauxel, Hagen, Herne, Iserlohn, Wuppertal-Nord, Wuppertal-Süd, Velbert sowie die Verwaltungszentrale in Essen. Parallel zu den von Felske erwähnten Verhandlungen ist Procar dennoch auf der Suche nach alternativen Immobilien.
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