Professor Eden: Schadstofffreie E-Mobilität ist Utopie

Von Holger Zietz

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Für den Maschinenbauprofessor Klaus Eden ist klar: Schadstofffreien Verkehr wird es nicht geben – auch nicht durch den wachsenden Anteil an E-Autos. Wie hoch die Emissionen sind, hänge davon ab, wo der Strom herkommt.

Prof. Klaus Eden von der FH Dortmund sprach bei der Mitgliederversammlung der Kfz-Innung Dortmund-Lünen über Elektromobilität.(Bild:  Kfz-Innung)
Prof. Klaus Eden von der FH Dortmund sprach bei der Mitgliederversammlung der Kfz-Innung Dortmund-Lünen über Elektromobilität.
(Bild: Kfz-Innung)

Maschinenbau-Professor Klaus Eden von der Fachhochschule Dortmund hält einen schadstofffreien Verkehr durch Elektromobilität für eine Utopie. Wie viel Kohlendioxid tatsächlich eingespart werden könne, hänge stark vom Energie-Mix der Stromanbieter ab, sagte der Professor bei der Mitgliederversammlung der Kfz-Innung Dortmund und Lünen. Sein Vortrag zeigte, dass es dabei international sehr große Unterschiede gibt.

In seinem Vortrag über die Zukunft der Automobiltechnik rechnet Eden mit einem raschen Fortschritt der Elektromobilität, insbesondere in Ländern mit hoher Luftverschmutzung wie China. Gleichzeitig sei durch die immer bessere Datenverarbeitung der Trend von Fahrerassistenzsystemen bis zum komplett autonomen Fahren nicht aufzuhalten. Diese Trends erforderten auch bei uns dringend ein Umdenken.

Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die rund 80 Teilnehmer die Ausführungen zu dem in Dortmund mitentwickelten experimentellen „E 4x4-Elektroauto“ und Untersuchungen zu konventionellen Verbrennungsmotoren unter anderem mit synthetischen Kraftstoffen.

Die Zukunft im Blick: (v. li.) Rainer Hüls (stellvertretender Obermeister), Prof. Klaus Eden von der FH Dortmund und Christoph Haumann (Obermeister). (Bild:  Kfz-Innung)
Die Zukunft im Blick: (v. li.) Rainer Hüls (stellvertretender Obermeister), Prof. Klaus Eden von der FH Dortmund und Christoph Haumann (Obermeister).
(Bild: Kfz-Innung)

Zur aktuellen Lage des Kfz-Gewerbes in Dortmund äußerte sich Innungs-Obermeister Christoph Haumann. „Vor dem Hintergrund der zu erwartenden positiven Wirtschaftsprognose steht die Ampel für das Kfz-Handwerk auf Grün“, sagte er. Insgesamt blicke das Kfz-Gewerbe in Dortmund mit großer Zuversicht auf das kommende Jahr 2018.

Damit dürfte sich die Entwicklung aus dem laufenden Jahr fortsetzen. „Das Neuwagengeschäft in der Region läuft gut, die Werkstätten sind ausgelastet“, so Haumann. „Allerdings leidet das Gebrauchtwagengeschäft unter der aktuellen Diesel-Diskussion“. Der Obermeister bekräftigte die Forderung des Kfz-Handwerks nach einer Nachrüstung für Euro-5-Diesel. Dies sei technisch bei nahezu all diesen Fahrzeugen möglich, so der Obermeister.

Zugleich dämpfte er die Hoffnung, dass dies schnell beschlossen wird. Vor dem Hintergrund der schwierigen laufenden Regierungsbildung seien schnelle Entscheidungen seitens der Politik leider nicht zu erwarten.

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