Berufskleidung Prüfverfahren für Mikroplastik

Von Cara Stibolitzki 1 min Lesedauer

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In einer Kooperation hat DBL-Itex ein Verfahren entwickelt, das die Umweltbelastung durch den Waschvorgang von Textilien prüft. Die verschiedenen Textilien können klassifiziert werden, sodass Betriebe ihre Mietkleidung umweltbewusst wählen können.

Bei jedem Waschgang lösen sich winzige Plastikpartikel von den Textilien und gelangen ins Abwasser. (Bild:  DBL)
Bei jedem Waschgang lösen sich winzige Plastikpartikel von den Textilien und gelangen ins Abwasser.
(Bild: DBL)

Mikroplastik ist überall – auch in unserer Kleidung. Vor allem moderne Funktionstextilien bestehen oft aus Kunstfasern. Die punkten zwar mit praktischen Eigenschaften im Arbeitsalltag, produzieren jedoch auch Abrieb und damit Mikroplastik. Doch wie viel davon landet bei einem Waschgang eigentlich im Abwasser?

Der Textilservice DBL-Itex hat gemeinsam mit dem Prüfdienstleister Hohenstein ein standardisiertes Verfahren entwickelt, mit dem sich der Mikroplastikgehalt messen lässt. Mithilfe der neuen DIN SPEC 4872 lässt sich zudem feststellen, ob die abgelösten Fasern im Abwasser abgebaut werden können und in welchem Ausmaß sie der Umwelt schaden. Das Ziel des Prüfverfahrens ist, den Umwelteinfluss von Textilien offenzulegen und die verschiedenen Produkte vergleichbar zu machen.

Im Rahmen der Klassifikation wurden Codes für Kleidungsstücke entwickelt, anhand derer sich der jeweilige Faseraustrag erkennen lässt. So soll Betrieben die Möglichkeit geboten werden, künftig ohne großen Aufwand nachhaltigere Kleidung erkennen zu können. Hendrik Dewald, Chemiker bei DBL-Itex, hält es für wichtig, bei Unternehmen ein Bewusstsein dafür zu schaffen, die Auswahl ihrer Kauf- oder Mietkleidung im Sinne der Umwelt zu treffen. Dewald sieht hier einen möglichen Ansatzpunkt für den Bund, die DIN SPEC 4872 gesetzlich festzulegen, um beispielsweise engmaschigere Regelungen bei der Abwasserableitung durchzusetzen.

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