PSA: Mehr Aftersales-Umsatz mit Fremdmarken
Am deutschen Fahrzeugbestand haben Peugeot und Citroën nur einen kleinen Anteil. Statt sich im Aftersales darauf zu beschränken, nehmen die Franzosen Fremdmarken ins Visier. Nun folgt der nächste Schritt.

Die PSA-Gruppe treibt ihre Mehrmarkenstrategie im Aftersales voran: Neben den Markenwerkstätten und Endverbrauchern (Mister Auto) setzt sie verstärkt auf freie Betriebe. Im nächsten Jahr will der Importeur eine neue IAM-Teilelinie auf den Markt bringen, die über die Distributionsschiene Distrigo an den Start geht.
Bereits seit vergangenem Jahr baut die PSA-Gruppe ihr Eurorepar-Angebot kräftig aus, das sowohl aus einer Teileschiene als auch aus einem Werkstattnetz besteht. Bis Jahresende will der Importeur sein Werkstattnetz von derzeit rund 300 auf dann 400 Betriebe kräftig erweitern.
Vor allem die Partner von Peugeot und Citroën nutzen das Angebot: Mehr als die Hälfte der Eurorepar-Partner ist oder war in einem der beiden Servicenetze der PSA-Marken verankert. Jeder fünfte Eurorepar-Partner erhielt nach der PSA-Netzkündigung 2014 keinen neuen Servicevertrag bei einer der beiden Marken.
Parallel zum Servicenetz kündigte PSA 2014 auch die Teileversorgung für die Markenbetriebe. Nach mehrmaliger Verlängerung steht nun das neue Netz: Statt der einst 314 Partner besteht es künftig noch aus 17 Distributoren. Seit Anfang Juli sind neun am Start, weitere acht kommen Anfang September hinzu.
Die Anforderungen dürften bei einigen Partnern zu erheblichen Investitionen führen: Zweimal am Tag wird jede Peugeot-, Citroën und Eurorepar-Werkstatt beliefert. Die Lagerbestände umfassen mindestens 12.000 Teile und decken 85 Prozent des Services ab. Den Rest steuern die beiden PSA-Verteilzentren im niedersächsischen Rieste und im französischen Vesoul bei.
Weitere Hintergründe und Informationen zur PSA-Mehrmarkenstrategie im Aftersales veröffentlicht »kfz-betrieb« in der Ausgabe 29/30, die am 28. Juli 2017 erscheint.
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