PSA: Webplattform statt GW-Listen

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Mit „Move“ hat PSA Peugeot Citroën eine neue Online-Plattform für Gebrauchte geschaffen, auf der Fahrzeuge über die Landesgrenzen gehandelt werden. Zwei PSA-Gebrauchtwagenexperten erläutern, wie sie den Umschlag steigern wollen.

Gebrauchtwagenexperten bei PSA Peugeot Citroën: Stephan Ulrich (li.), Koordinator Logistik und Verkauf Gebrauchtwagen, und Friedhelm Bock, Leiter Gebrauchtwagenmanagement.
Gebrauchtwagenexperten bei PSA Peugeot Citroën: Stephan Ulrich (li.), Koordinator Logistik und Verkauf Gebrauchtwagen, und Friedhelm Bock, Leiter Gebrauchtwagenmanagement.
(Foto: PSA)

Seit Anfang des Jahres verkaufen die PSA-Marken Peugeot und Citroën ihre Gebrauchtwagen über die eigene Webplattform „Move“. Jeweils rund 230 Händler nutzen die Möglichkeit, über verschiedene Kanäle Fahrzeuge zuzukaufen. Friedhelm Bock, Leiter Gebrauchtwagenmanagement, und Stephan Ulrich, Koordinator Logistik und Verkauf Gebrauchtwagen, erläutern das neue Angebot.

Redaktion: Bislang konnten Peugeot-Händler ihre Gebrauchten über die GW-Plattform Lineos beziehen. Welche Unterschiede gibt es zu Move?

Stephan Ulrich: Move ist ein internationales Verkaufstool, das im Auftrag der Pariser Konzernzentrale zusammen mit der Firma Manheims entwickelt wurde. Es bietet den Händlern wesentlich mehr Möglichkeiten, über unsere verschiedenen Vertriebskanäle attraktive Produkte zu beziehen.

Was hat sich bei Citroën verändert?

Ulrich: Bei Citroën hatten wir bislang keine netzbasierten Instrumente, wir haben mit klassischen Listen gearbeitet. Die Händler haben jetzt die Möglichkeit, sich ihre Gebrauchtwagen selbstständig und gezielt auszusuchen – und das 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.

Erzielt PSA durch die Plattform höhere Preise für Gebrauchte?

Friedhelm Bock: Entscheidend für uns sind nicht nur die Preise, sondern der schnelle Umschlag. So kann der Konzern das gebundene Geld reduzieren und die Cash-Ziele erreichen. Da die Plattform international ist, können auch zwischen den Landesvertretungen Fahrzeuge verkauft beziehungsweise gekauft werden.

Wie häufig kaufen Sie in anderen Landesvertretungen zu?

Bock: Das ist abhängig von unserem aktuellen Angebot und Rücklauf und dem Angebot auf den ausländischen Märkten. Im vergangenen Monat haben wir 150 Fahrzeuge aus Frankreich geordert. Grob kann man sagen, dass wir 500 bis 800 Fahrzeuge pro Jahr importieren.

Haben auch die Händler die Chance, bei PSA in Frankreich oder Spanien zu kaufen?

Bock: Nein, das können aktuell nur die Landesvertretungen. Unsere Verkäufer sind mit den Händlern ständig im Gespräch. Sie kennen deren Wünsche und Erwartungen daher sehr gut.

Wie viele Verkäufer haben Sie?

Ulrich: Früher hatten wir dafür vier Mitarbeiter je Marke, heute sind es noch zwei. Daher ist Move für uns ein wichtiges Tool. Es ermöglicht Händlern eine schnelle, transparente und faire Abwicklung ihres GW-Einkaufs.

Das ausführliche Interview erscheint in »Gebrauchtwagen Praxis« Ausgabe 9/2014 (Erscheinungstermin: 4. September 2014).

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