PSA will Opel in die Niederlassungen holen
Der französische Automobilhersteller will die eigenen Niederlassungen nutzen, um künftig auch seine neuen Marken Opel und Vauxhall zu vermarkten. Um die Entwicklung voranzutreiben, hat der Konzern nun eine neue Stelle geschaffen.

Die Niederlassungen der PSA-Gruppe wollen verstärkt die Möglichkeiten der neuen Konzernmarken Opel und Vauxhall nutzen. Dazu hat PSA Retail nun eine neue Stelle geschaffen: den Opel-Vauxhall Business Developer. Loïc de la Roche soll das Niederlassungsgeschäft mit den beiden Marken vorantreiben.
Das gilt auch für die Entwicklung der PSA-Niederlassungen in Deutschland. „Die Integration von Opel in die Groupe PSA bietet vielfältige Möglichkeiten für Synergien – so auch bei den Vertriebsnetzen“, erläutert Florian Mueller, der seit Ende vergangenen Jahres für die deutschen PSA-Niederlassungen verantwortlich ist, auf Anfrage von »kfz-betrieb«. „Entsprechend prüfen wir hier wie auch in anderen Bereichen sorgfältig die Möglichkeiten und werden im Einzelfall sehen, welches der sinnvollste Weg ist.“
Für Mueller ist vieles denkbar: So könnte Opel beispielsweise in die vorhandenen Standorte integriert werden. Aber auch eigene Standorte für die Marke mit dem Blitz will Müller nicht ausschließen.

In Deutschland hat die PSA-Gruppe neun Niederlassungen und insgesamt 35 Standorte, davon sieben Gebrauchtwagenzentren. Mit rund 1.200 Mitarbeiter verkauft das Niederlassungsnetz bundesweit rund 40.000 Neu- und Gebrauchtwagen. In Europa ist PSA Retail mit 500.000 verkauften Fahrzeugen die zweitgrößte Händlergruppe. Insgesamt zählt das Unternehmen 285 Niederlassungen in elf Ländern.
In den vergangenen Jahren hat der französische Automobilkonzern sein Niederlassungsnetz auch für Fremdmarken geöffnet. In Österreich verkauft PSA Wien seit 2016 als erster Standort neben den Konzern-eigenen Marken Peugeot, Citroën und DS Automobile auch die Fremdmarke Suzuki.
Wie die neue Opel-Vertriebsstrategie aussieht und welche konkreten Konsequenzen der PSA-Übernahme für den Opel-Vertrieb bereits absehbar sind, beleuchtet »kfz-betrieb« in der Titelgeschichte „Kasse statt Masse“ der aktuellen Ausgabe 5/2018.
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