Kältemittel
R134a: Not macht erfinderisch
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Die EU dreht dem bekannten Klimagas den Hahn zu. Damit wird es immer seltener und teurer. Wie Werkstätten und Autofahrer dieses Problem lösen? „Füllen Sie stattdessen ganz einfach R1234yf!“ ein, sagt Honeywell und führt sein „Direct to YF Retrofitting Program“ ins Feld.
In der Not frisst der Teufel bekanntlich Fliegen – oder ersetzt ein nicht brennbares durch ein brennbares Kältemittel. So sieht es offenbar auch die chemische Industrie im Fall Kältemittel für Kfz-Klimaanlagen. Wie bekannt, hat sich die EU vor geraumer Zeit entschieden, Gasen wie R134a den Garaus zu machen. Einerseits verständlich, schließlich sind diese zwar keine Ozonkiller, heizen aber die atmosphärische Erwärmung an. Unverständlich ist, dass die europäische Union seit 2017 das Einfüllen des Kältemittels in neue Pkw, nicht aber in neue Nutzfahrzeuge, Busse, etc. verbietet – das wird mit unerklärlichen zehn Jahren Verzögerung 2027 der Fall sein.
Unabhängig davon reduziert sie die Einfuhr von R134a (und anderen Klimagasen) – ein Großteil wird von außerhalb in die EU importiert. Und so wird dieses immer knapper und damit teurer. Um die 450 Euro müssen Werkstätten aktuell für eine 12-kg-Flasche berappen. Und dieser Preis wird wieder steigen, schließlich sinkt die Importquote weiter – und zudem schneller als geplant. Bereits ab 2025 stehen dem Markt anstatt geplanter 33 nunmehr 24 Prozent der einstigen Menge zur Verfügung. Und ab 2030 wird diese Menge zwar nicht 0, mit 5 Prozent aber nahe 0 betragen. Und damit ist klar: R134a stirbt aus.
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