Radheber: Bis die Hexe schießt
Dicke Schlappen liegen voll im Trend – doch das Größenwachstum der letzten Jahre hat auch Schattenseiten. Der Radwechsel wird zunehmend zur Tortur für die Bandscheiben der Monteure.
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Jürgen Pogatschnig schnauft schwer. Kein Wunder, der BMW X3, an dem er bei ATU die Räder montiert, rollt mit Runflat-Bereifung durch die Lande. „Früher habe ich über solche Räder gelacht“, erinnert er sich. Mittlerweile lacht er nicht mehr, denn auch er steht jetzt im vierten Lebensjahrzehnt. 40 Jahre ist eine magische Grenze, ab der die Rückenmuskulatur und der Skelettapparat Überbelastungen nicht mehr ohne Weiteres kompensieren können. Das Problem mit dramatisch steigenden Radgewichten wird immer größer: Nach einer Analyse von PwC Autofacts wird die Produktion von SUVs (Sport Utility Vehicle) und Geländewagen in Europa bis 2018 um 37 Prozent auf 4,8 Millionen Einheiten anwachsen und der Anteil an der Pkw-Produktion auf 25 Prozent steigen.
Kein Ende in Sicht
Das Segment der SUVs ist einer der wesentlichen Wachstumstreiber des europäischen Marktes. Im Jahr 2014 entfielen 20,1 Prozent aller Neuzulassungen in Europa auf dieses Segment, mit einem Absatzwachstum von 18,6 Prozent gegenüber 2013. Doch auch bei den normalen Pkw wachsen die Räder ins Gigantische. So kommt ein Audi A6 durchaus mit 20-Zöllern ab Werk daher, und bereits Kompaktlimousinen wie der Kia Rio stehen stämmig auf ihren 17-Zöllern.
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