Servicestrategie Radikaler Wandel oder Evolution

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Die Autohäuser Zellmann und Golbeck aus Berlin hatten die gleichen Startbedingungen, doch gingen sie mit der Zeit vollkommen unterschiedliche Wege. Und ebenso stark unterscheiden sich die Konzepte, mit denen sie sich weiterentwickeln wollen.

Das neue Räder- Zentrum Berlin steht auf demselben Areal wie die anderen Zellmann-Autohäuser, ist jedoch baulich getrennt und markenneutral gestaltet.(Bild:  Rosenow – »kfz-betrieb«)
Das neue Räder- Zentrum Berlin steht auf demselben Areal wie die anderen Zellmann-Autohäuser, ist jedoch baulich getrennt und markenneutral gestaltet.
(Bild: Rosenow – »kfz-betrieb«)

Gerade einmal zehn Kilometer Luftlinie liegen zwischen den beiden Kfz-Betrieben in Berlin. Und doch sind es Welten, die die beiden trennen. Dabei hatten beide – das Autohaus Golbeck in Friedrichshain und Auto-Zellmann in Adlershof, praktisch identische Startbedingungen: Anfang der Achtzigerjahre machten sich Hans-Peter Golbeck und Manfred Zellmann in der DDR mit Reparaturwerkstätten für den Trabant selbstständig – Golbeck in einem klassischen Hinterhof nahe der bekannten Prachtstraße Frankfurter Allee, Zellmann in einer Stein auf Stein mit eigener Hand gebauten kleinen Werkstatthalle in einem Industriegebiet im Südosten der Stadt.

Nach der Wende trafen die beiden Unternehmer, die sich auch persönlich gut kannten, die gleiche Grundsatzentscheidung und schlossen sich dem Händlernetz der Volkswagen AG an. Doch in den darauffolgenden drei Jahrzehnten verlief ihre Entwicklung völlig unterschiedlich. Zellmann wuchs und wuchs und beschäftigt heute am gleichen Standort, aber in mittlerweile fünf Gebäudekomplexen, über 180 Mitarbeiter. Die Trabi-Werkstatt von einst wurde restauriert und beherbergt heute die Oldtimersammlung des 78-jährigen Gründers, der die Geschäftsführung an seine Tochter Eike Oertwig und seinen Sohn Holger Zellmann übergeben hat.