Die großen Autohändler Deutschlands 2024 Ramsperger Automobile – Offen für Neues

Von Hanno Boblenz 4 min Lesedauer

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Seit fast 75 Jahren verkauft Ramsperger Autos von VW. Aber zur pragmatischen Unternehmensführung gehört auch, neue Marken ins Portfolio aufzunehmen – und sich von weniger erfolgreichen zu verabschieden.

Ramsperger Automobile sieht sich mit dem Portfolio der VW-Konzernmarken gut aufgestellt, insbesondere mit den Fabrikaten Seat und Cupra.(Bild:  Ramsperger Automobile)
Ramsperger Automobile sieht sich mit dem Portfolio der VW-Konzernmarken gut aufgestellt, insbesondere mit den Fabrikaten Seat und Cupra.
(Bild: Ramsperger Automobile)

Wer sich mit Frank Eberhart unterhält, bekommt schnell den Eindruck: Hier sitzt jemand, der pragmatisch durchs Geschäftsleben geht. Der Chef von Ramsperger Automobile in Kirchheim/Teck probiert gerne Neues, trennt sich aber auch ebenso von Geschäftsfeldern, die nicht funktionieren. Vor drei Jahren beispielsweise nahm das Unternehmen die italienische Motorrad-Elektromarke Energica ins Portfolio auf. Doch was mit viel Enthusiasmus begann, entwickelte sich nur zögerlich. Mittlerweile musste Energica deshalb sogar Insolvenz anmelden.

Ohnehin liegen die Kernkompetenzen im Geschäft mit Pkw und Transportern. Längst sind bei Ramsperger alle Volumenmarken des VW-Konzerns vertreten. Aber auch Autos von Jeep stehen in den Ausstellungsräumen. Noch. Denn Ende 2024 lässt Ramsperger die Kooperation mit Stellantis auslaufen. Dafür gäbe es etliche Gründe, sagt Eberhart. Einer liege im Modellportfolio und den stark erhöhten Preisen von Jeep. „Die Kunden gehen das nicht mehr mit“, so Eberhart. Ohne Diesel und hubraumstarke Benziner lassen sich die amerikanischen Modelle nur schwer vermarkten.