Range Rover Velar: Rollende Skulptur

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Was die Motorisierung betrifft, bietet Jaguar Land Rover den neuen Velar mit insgesamt sechs Dieselantrieben und Benzinern an, die alle mit einem Achtgang-Automatikgetriebe gekoppelt sind. Das Leistungsspektrum der Vierzylinderdiesel reicht dabei von 132 kW/180 PS bis 177 kW/240 PS. Darüber hinaus gibt es zwei ganz neue Vierzylinder-Ingenium-Benzinmotoren, die 184 kW/250 PS beziehungsweise 221 kW/300 PS auf die Straße bringen. Für die sportlich ambitionierten Fahrer sind noch zwei besonders leistungsstarke V6-Antriebe erhältlich: Das Topmodell bildet dabei ein 3,0-Liter-Turbokompressor mit 280 kW/380 PS, das in 5,7 Sekunden den Spurt von Null auf 100 Kilometer schafft und bei 250 km/h abgeriegelt wird. Vorerst nicht vorgesehen für den Velar ist eine Elektro- oder Hybridvariante.

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Fazit: Der Velar ist zweifelsfrei eines der formschönsten SUVs, die aktuell auf dem Markt erhältlich sind. Auch mit seinem luxuriösen und extrem reduzierten Innenraum hebt sich das Modell von anderen Wettbewerbern ab wie dem Porsche Cayenne, dem BMW X5, dem Mercedes GLE oder dem Jaguar F-Pace aus dem eigenen Haus.

Souveräne Antriebe

Da die Testfahrten auf norwegischen Landstraßen stattfanden, für die ein striktes Tempolimit gilt, war es nicht einmal ansatzweise möglich, den Velar an seine Grenzen zu bringen. Die Kunst war vielmehr, die erlaubten 80 km/h mit den beiden getesteten Modellen – dem Velar First Edition mit dem 380 PS starken Turbokompressor und dem Velar R-Dynamic HSE mit einem 300 PS starken V6-Turbodiesel – nicht zu überschreiten. Beide Antriebe erwiesen sich sowohl auf als auch jenseits der asphaltierten Straßen als überaus souverän und laufruhig. Ebenfalls positiv aufgefallen sind das geringe Geräuschniveau im Innenraum und die leichtgängige Lenkung, die gerade in Haarnadelkurven das Gefühl vermittelte, man steuere ein deutlich kleineres Auto und keinen 1,8-Tonner. So gibt es beim Velar denn auch nur ganz wenige Abstriche in der B-Note: Beispielsweise erschwert die breite B-Säule den Schulterblick. Zudem war die smartphone-ähnliche Bedienung über die zwei komplementären Touchscreen-Monitore nicht immer ganz selbsterklärend, und die beiden Displays könnten hinsichtlich ihres Winkels fahrerorientierter sein.

Unter dem Strich steht außer Frage, dass der Velar einen wichtigen Baustein zum weiteren Wachstum der britischen Traditionsmarke beitragen wird und das Potenzial hat, viele Neukunden von anderen Premiumherstellern zu erobern. Die spannende Frage wird aber auch sein, ob nicht auch viele Range-Rover-Sport-Käufer den deutlich moderneren Velar bevorzugen werden.

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