Ranger Raptor und Focus ST: Performance für Fords Markenimage

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Das gilt erst recht für den Ranger Raptor: Unter der Motorhaube des auffälligen Pick-ups, der ausschließlich als Doppelkabine mit vier Türen zum Verkauf steht, steckt ein 2,0 Liter-Turbodiesel, der 156 kW/213 PS auf die Straße bringt und der ein beeindruckendes Drehmomentmaximum von 500 Nm hat. Anders als der aus Designsicht eher unscheinbare Focus ST setzt der Pick-up Ranger Raptor, der immer mit einem Zehngang-Automatikgetriebe kombiniert ist, mit dem wuchtigen schwarz abgesetzten Kühlergrill, den Radlaufverbreitungen aus dunklem Verbundwerkstoff und den mattschwarzen, breiten Trittbrettern schon optisch ein Ausrufezeichen.

Bei der Testfahrt über eine präparierte Offroadstrecke im Wald offenbarte der Raptor, in Kombination mit speziell entwickelten 285/70 R 17 großen All-Terrain-Reifen, seine schier grenzenlose Offroadtauglichkeit – selbst bei höherem Tempo meisterte er die unterschiedlichsten Aufgaben, ohne je auch nur ansatzweise an seine Grenzen zu stoßen.

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Unterfahrschutz aus Stahl und extra entwickelte All-Terrain-Reifen

Die technischen Daten sprechen dabei für sich: Mit einer Bodenfreiheit von 283 Millimetern meistert der Pick-up bis zu 85 Zentimeter tiefe Bäche und Pfützen, der Böschungswinkel liegt bei 32,5 Grad vorne und 24 Grad hinten. Dank eines massiven Unterfahrschutzes aus Stahl können selbst größere Steine dem Pick-up nicht wirklich etwas antun. Die Reifen, die im harten Offroadeinsatz oft eine Achillesferse sind, verfügen über besonders robuste Seitenwände. Der Allradantrieb lässt sich während der Fahrt zuschalten, genauso wie das Sperrdifferenzial an der Hinterachse.

Je nachdem, auf welchem Untergrund der Raptor sich fortbewegt, kann der Fahrer zwischen den Modi „Normal“, „Sport“, „Gras/Schotter/Schnee“, „Fels“, „Schlamm/Sand“ und als Bonbon „Baja“ wählen. Letzterer Fahrmodus wurde nach der knallharten mexikanischen Wüstenrallye benannt: Er soll auch bei einer höheren Geschwindigkeit abseits der Straßen ein sicheres Vorankommen ermöglichen. Erstaunlich bei einem so hoch gezüchteten Pick-up mit Monsterschlappen ist, dass er sich auch auf dem Asphalt durchaus kultiviert fahren lässt.

Für die gut 66.770 Euro, die der Ranger Raptor kostet, erhält man ein nahezu komplett ausgestattetes Arbeitstier – inklusive einer Anhängevorrichtung, die es ermöglicht, einen 2,5-Tonnen-Trailer zu ziehen, und einer umfangreichen Komfort- und Sicherheitsausstattung. Letztere umfasst unter anderem eine Zweizonenklimaanlage, ein Parkpilotsystem samt Rückfahrkamera, und ein Navigationssystem. Ebenfalls ab Werk verbaut sind eine Geschwindigkeitsregelanlage inklusive eines Auffahrwarnassistenten, ein Geschwindigkeits- und Spurhalteassistent, sowie ein Verkehrsschilderkennungssystem.

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