Dänemark Raser muss ins Gefängnis – Porsche geht an den Staat

Von dpa/jr

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Weil er mehr als 210 km/h statt der erlaubten 110 km/h gefahren ist, muss ein 42-Jähriger ins dänische Gefängnis. Möglich wird das durch ein verschärftes Raser-Gesetz.

Der schnelle Däne war mit einem Fahrzeug wie diesem, einem Porsche 993, unterwegs.(Bild:  Porsche)
Der schnelle Däne war mit einem Fahrzeug wie diesem, einem Porsche 993, unterwegs.
(Bild: Porsche)

Ein Raser muss in Dänemark für eine Spritztour mit einem geliehenen Porsche für 20 Tage ins Gefängnis. Das hat ein Gericht im dänischen Lyngby am Donnerstag entschieden, nachdem der 42-Jährige auf der Autobahn 212 statt der erlaubten 110 Kilometer pro Stunde gefahren sein soll. Außerdem verliert der Autofahrer für drei Jahre seinen Führerschein.

Pech ist das Urteil auch für den Freund, von dem der Mann sich den geleasten Porsche 993 geliehen hatte: Das Auto wird konfisziert und verkauft. Die Einnahmen wandern in die Staatskasse. Möglich ist das nach einem verschärften Raser-Gesetz.

Ab zwei Promille kann beschlagnahmt werden

Danach kann die Polizei Autos beschlagnahmen, mit denen besonders rücksichtslos gefahren wurde – zum Beispiel über Tempo 200 oder mit mehr als zwei Promille Alkohol im Blut. Das gilt, egal ob der Fahrer auch der Besitzer des Wagens ist. Das Gesetz war in Dänemark am 31. März 2021 in Kraft getreten. Einen Tag später war der Mann beim Rasen erwischt worden.


Laut einem Bericht des dänischen Fernsehsenders TV2 rechnet der Angeklagte nun damit, an den Leasinggeber umgerechnet rund 67.000 Euro Schadenersatz zahlen zu müssen, sollte der Porsche tatsächlich von Dänemark eingezogen werden, nachdem das Urteil rechtskräftig geworden ist. Der Freund des Rasers hatte den Klassik-Sportwagen bei dem Spezialisten für Premium- und Luxusautos Breinholt & Ree geleast.

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