Kreislaufwirtschaft RDKS-Sensoren erschweren die Altreifenverwertung

Von Malika Matkarimova 1 min Lesedauer

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Seit der RDKS-Pflicht landen Sensoren regelmäßig unbemerkt in Altreifencontainern. Die Folgen können schwerwiegend sein – von Explosionen bis zu Ausfällen in Verwertungsanlagen.

Beschädigte Batterie nach mechanischer Belastung: Solche Batterien können Brände auslösen und Recycling- sowie Verwertungsanlagen gefährden(Bild:  Zare)
Beschädigte Batterie nach mechanischer Belastung: Solche Batterien können Brände auslösen und Recycling- sowie Verwertungsanlagen gefährden
(Bild: Zare)

Seit 2014 ist der Einbau von Reifendruck-Kontrollsystemen (RDKS) in Fahrzeugen verpflichtend. Nun zeigen sich die Folgen dieser gesetzlichen Regelung in der Altreifenentsorgung: Die in den Sensoren verbauten Lithiumbatterien stellen erhebliche Sicherheitsrisiken dar, wenn sie in die Entsorgungskette gelangen.

Nach Angaben der Initiative „Zare“ (Zertifizierte Altreifenentsorger, ein Zusammenschluss von 16 im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk organisierten Unternehmen) verbleibt der Sensor in den meisten Fällen bei der Reifendemontage am Rad. Ein Umstand, der vielen Werkstätten bewusst sein dürfte. Kritischer wird es in Fällen, in denen Sensoren in Containern am Reifen befestigt sind: Diese könnten leicht übersehen werden. Besonders problematisch ist, dass Lithiumbatterien bei mechanischer Belastung, Zerkleinerung oder Hitzeeinwirkung beschädigt werden können. Gelangen diese Batterien in Schredder-, Granulier- oder Verwertungsanlagen, besteht ein erhöhtes Risiko für Brände und Explosionen. Zudem können Störungen in den Recycling-Prozessen auftreten.

RDKS-Sensor aus einem Reifen: Das elektronische Bauteil enthält eine fest verbaute Batterie und muss separat entsorgt werden.(Bild:  Zare)
RDKS-Sensor aus einem Reifen: Das elektronische Bauteil enthält eine fest verbaute Batterie und muss separat entsorgt werden.
(Bild: Zare)

Die Situation verschärft sich laut dem Verband zusätzlich bei sogenannten Seal- oder Silent-Reifen mit Dichtmassen oder schalldämmenden Materialien – in Kombination mit RDKS-Sensoren steigt der technische Aufwand erheblich, was zu Mehrkosten, Verzögerungen oder zur Ablehnung der Reifenannahme führen kann.

Die Inititative appelliert daher an Werkstätten, Reifenfachhändler und Autohäuser, RDKS-Sensoren und Batterien getrennt zu sammeln und gemäß den geltenden Vorschriften für Elektroaltgeräte und Altbatterien zu entsorgen. Nur so lassen sich Gefahren in der Entsorgungskette vermeiden und die Effizienz der Verwertung sichern.

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