Autositze Investor kauft Recaro Automotive

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Ein italienischer Investor hat die Recaro Automotive GmbH gekauft. Die Sitze kommen künftig aus Italien.

Der Sitzhersteller Recaro geht an einen italienischen Investor.(Bild:  Recaro Automotive)
Der Sitzhersteller Recaro geht an einen italienischen Investor.
(Bild: Recaro Automotive)

Die insolvente Recaro Automotive GmbH in Kirchheim unter Teck hat einen Investor gefunden. Die Proma Group übernimmt das Geschäft. Der Betrieb von Recaro Automotive in Europa soll fortgesetzt, beziehungsweise im Januar 2025 wiederaufgenommen werden – an einem anderen Standort. Proma wird die Produktion nach Italien verlagern und das Werk in Kirchheim schließen. 
Am Standort nahe Stuttgart geht der Betrieb nur „mit mehreren Beschäftigten“ aus den ursprünglichen Vertriebs- und Technikabteilungen von Recaro Automotive Deutschland weiter. Dabei geht es vorrangig um Supportanfragen.
Zuletzt arbeiteten am Standort 215 Menschen. Allesandro Lieb, Geschäftsführer der IG Metall Esslingen, sprach laut der Deutschen Presse-Agentur von 20 Arbeitsplätzen, die in der Region Stuttgart erhalten bleiben sollen.

Ausgefallener Großauftrag führt zur Insolvenz

„Aus heutiger Sicht wird der größte Einzelkunde in diesem Jahr keine Sitze mehr abrufen. Das zweite Standbein, das Aftermarket-Geschäft, bietet zudem nicht ausreichend Aufträge, um alle Beschäftigten abzusichern“, teilte die IG Metall im September mit. 

Im Januar sollen in Italien bereits die ersten OE-Sitze entstehen, außerdem sollen wieder Aftermarkt-Sitze erhältlich sein. Proma-Chef Luca Pino schätzt den Neuzugang zu seinem Unternehmen: „Der Name Recaro ist auf der ganzen Welt als Maßstab für deutsche Industrietechnologie bekannt“, sagte er laut der Mitteilung. 
Die Recaro Automotive GmbH setzte zuletzt rund 50 Millionen Euro um.
Die Geschäftstätigkeit von Recaro Automotive in Nordamerika und Japan läuft laut des Unternehmens wie gewohnt weiter.

Infos zur Proma Group

Die Proma Group ist ein italienischer Automobilzulieferer. Die Beschäftigten fertigen unter anderem Sitzstrukturen, Karosseriebaugruppen und Fahrwerksaufhängungen. Das Unternehmen betreibt 25 Werke auf drei Kontinenten. Rund 5.000 Menschen erwirtschafteten zuletzt rund 1,1 Milliarden Euro Umsatz.

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