Reifeneinlagerung: Flexibel und individuell

Redakteur: Norbert Rubbel

Nicht immer reicht die vorhandene Lagerkapazität der Kfz-Betriebe für die Einlagerung der Kundenräder aus. Gefragt sind platzsparende Lagersysteme.

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Die kalte Jahreszeit ist für die Unternehmen auch Einlagerungszeit. Doch nicht immer reicht die vorhandene Lagerkapazität der Kfz-Betriebe aus. Gefragt sind platzsparende Lagersysteme. „Will ein Betriebsinhaber ein neues Lager einrichten, muss er vor allem die Maße der Teile und die vorhandenen Raumkapazitäten berücksichtigen“, erläutert Stefan Rauscher, Geschäftsführer der F. X. Rauscher KG in Thannhausen. Rauschersysteme sind vom Grundregal bis zu dreigeschössigen Regalen ausbaubar. „Innerhalb kürzester Zeit liefern und montieren wir für die Reifeneinlagerung leichte, verzinkte Schnellbauhallen mit Grundflächen von 12 bis 140 Quadratmetern“, garantiert Roger Thollembeek, Geschäftsführer der gleichnamigen Firma in Hildrizhausen. Wie die Lagersysteme von Rauscher sind auch die Hallen von Thollembeek jederzeit erweiterbar. Zudem lassen sie sich schnell ab- und an anderer Stelle wieder aufbauen.

Ein vielseitiges Regalsystem konzipierte die Firma Scholz aus dem hessischen Hofheim am Taunus. Das System mit dem Namen „Teira“ lagert kombiniert Teile, Zubehör, Reifen, Räder und Felgen. Langteile wie Scheiben und Stoßfänger werden nach dem gleichen Konzept gelagert wie beispielsweise original verpackte Alufelgen. „Damit reduziert Teira die Grundfläche im Vergleich zum herkömmlichen Lager um 50 Prozent“, betont Geschäftsführer Gottfried Scholz und ergänzt: „Gleichzeitig verringern sich die Bau- und Energiekosten, weil aufwendige Geschosskonstruktionen und Leuchtkörper entfallen.“

Kombiniert lagern

Vorteile bietet auch das Räder-Logistik-System „Ye-Si-ReB“ von Scholz: Da die Regale auf die Größen der Räder und deren Gewichte abgestimmt sind, bleiben die Anschaffungskosten in einem überschaubaren Rahmen. Die Sortierung nach Farben vereinfacht den Einlagerungsprozess. Jede Farbe steht für einen der verschiedenen Systemtypen, aus denen die Kfz-Betriebe das Regal kombinieren können: Das rote System ist 810 Millimeter hoch und eignet sich für große SUV- und MPV-Räder. Es besitzt eine Tragkraft von 280 Kilogramm pro Regalfach. In den silbernen und gelben Regalsystemen lassen sich bis zu 300 Millimeter breite Räder lagern. Das blaue System hat eine Fachhöhe von 630 Millimetern und eine Traglast von 150 Kilogramm. Es eignet sich für bis zu 205 Millimeter breite Räder. „Für eine perfekte Räderlogistik ist die Größensortierung entscheidend“, erklärt Gottfried Scholz.

Expertentipps

Seit über 30 Jahren konzipiert die Blum & Partner Lagertechnik GmbH in Bremen Regalsysteme. „Bei uns schließt ein Auftrag den gesamten Entwicklungsprozess eines Lagers ein, von der Beratung über die Planung bis zur Auslieferung“, sagt Geschäftsführer Werner Blum und gibt drei Tipps:

  • Ein Lager muss flexibel sein, weil sich die Teile in der Größe, im Format und im Gewicht mit der Zeit ändern.
  • Es sollte jederzeit möglich sein, das Lager von Groß- in Mittel- oder Kleinfach umzurüsten.
  • Ist das Lager zu klein geworden, die Raumhöhe aber ausreichend, sollte das Lagersystem eine einfache Aufstockung zulassen.

Bei der Planung der Lagersysteme gehen die Bremer Experten auf die speziellen Bedürfnisse der Bauherren ein. „Wir helfen den Betriebsinhabern, ihr Lager effizienter zu organisieren, informieren sie über die aktuellen Vorschriften und klären sie über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Lagersysteme auf“, so der Geschäftsführer.

Rechtzeitig vor Beginn der Rädereinlagerung konzipierte die Ha-Co-Bau Hallen und Containersysteme GmbH ein neues modulares Reifenlager. „Es ist in Länge, Breite und Höhe variabel und passt sich dem individuellen Platzbedarf der Unternehmen an“, erläutert Ha-Co-Bau-Geschäftsführer Andreas Menke. Als Gesamtpaket liefert das Unternehmen die Hallen mit der passenden Regalausstattung. So können die Kfz-Betriebe unmittelbar nach dem Aufbau ihre Reifen einlagern.

Modulare Bauweise

Die vorgefertigten Module ermöglichen den Nutzern eine einfache Montage. „Eine leicht verständliche Bauanleitung hilft den Kunden dabei, die Hallen aufzubauen. Bei größeren Objekten entscheiden sich die meisten unserer Kunden für einen Werksrichtmonteur, der mit zwei bis drei Helfern die Halle fachgerecht aufbaut“, erläutert der Geschäftsführer. Die mobilen Schnellbausysteme bietet Menke seinen Kunden nicht nur zum Kauf an, sondern auch zum Leasen.

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